UBS-Boni: Widmer-Schlumpf wills genau wissen

  • Publiziert: 27.01.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf will die UBS-Boni im Bundesrat thematisieren. Zudem will sie wissen, nach welchen Kriterien die Bonuszahlungen erfolgen.

Die Justizministerin möchte unter anderem auch wissen, ob der Bonus zum Grundgehalt gehört oder ob es sich um eine Leistungskomponente handelt, wie sie in der Sendung des Zürcher Privatfernsehsenders sagte. Dies sagte sie am Dienstag in der Sendung «TalkTäglich» von «TeleZüri».

Ausserdem verlangte Widmer-Schlumpf, dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) ihre Aufsichtsfunktion wahrnehme. Die Finma müsse im Auftrag des Bundes die Einhaltung aller Spielregeln bei den Finanzinstituten überwachen. Auch in der freien Marktwirtschaft müssten Spielregeln eingehalten werden, sagte sie.

Widmer-Schlumpf hatte bereits im vergangenen Oktober in der Sendung «Arena» des Schweizer Fernsehens Bonusentschädigungen kritisiert. Dass diese ausbezahlt würden «in einem Moment, wo man so viel Geld in den Sand setzt, kann ich nicht akzeptieren», sagte sie damals.

Dass der UBS die Zahlung von Boni an ihre Mitarbeitenden erlaubt wird, wurde am Wochenende publik. Die Grossbank bestätigte lediglich, dass man sich mit der Finma im Grundsatz über die Bonuszahlungen geeinigt habe. In welcher Höhe sich diese bewegen, wird erst in rund zwei Wochen bekanntgegeben.

Finma-Präsident Eugen Haltiner verteidigte den Entscheid. Wertvolle Mitarbeitende könnten das Unternehmen sonst verlassen, sagte er am Montagabend gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Eco» von Schweizer Fernsehen SF. Diese seien für eine Bank eigentlich das kostbarste Gut. Wenn sie den Arbeitgeber wechselten, werde der Wert eines Unternehmens nachhaltig zerstört. (SDA)

play Will die Millionen-Boni für die UBS-Banker nicht einfach durchwinken: Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. (Keystone)

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