Filippo Leutenegger TV-Gebühren sofort runter

  • Publiziert: 18.12.2008, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Georges Wüthrich

BERN – Die Gebührenfirma Billag nervt die TV-Zuschauer. Jetzt kommt auch die SRG unter Druck. Ex-TV-Chef und FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger (56) will die Gebühren stutzen.

Der frühere Fernsehmann sagt klipp und klar: «Wir erwarten in der sich anbahnenden Wirtschaftskrise ein klares Zeichen vom Bundesrat.» Filippo Leutenegger rechnet vor: Zwischen 1987 und 2008 sind die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen pro Haushalt von 279.60 Franken auf 462 Franken gestiegen – satte 65 Prozent. Total fliessen über 1,1 Milliarden Franken jährlich an die SRG.Letztmals wurden die Gebühren im April 2007 um 11.40 Franken angehoben.Preiserhöhung rückgängig machenHier setzt jetzt Leuteneggers Motion an, die von der FDP-Fraktion getragen wird: Der Bundesrat wird aufgefordert, die Gebührenerhöhung um die Hälfte, also um 6 Franken pro Gebührenzahler, zurückzunehmen. «Die Mindereinnahmen von 12 Millionen Franken wären für die SRG absolut tragbar», glaubt Leutenegger.Vor allem, weil die Ausfälle nur auf Zeit wären – denn Leutenegger sieht vor: «Wenn sich die Wirtschaftslage wieder verbessert hat, kann man wieder auf die alte Höhe gehen.»Stimmt das Parlament der Motion zu, handelt es sich um einen verbindlichen Auftrag an den Bundesrat. Die TV-Zuschauer würden sich angesichts der schwierigen Zeiten bestimmt über ein solches Zeichen der Solidarität aus der SRG-Küche freuen.

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