Trauriger Schweizer Suizid-Rekord

  • Publiziert: 03.08.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Nirgends setzen so viele Jugendliche ihrem Leben mit einer Schusswaffe ein Ende wie bei uns. Der Grund liegt auf der Hand – oder besser gesagt im Schrank.

43,6 Prozent der 15- bis 24- jährigen Männer, die Selbstmord begehen, nehmen sich mit einer Waffe das Leben – deutlich mehr als in jedem anderen europäischen Land.

An zweiter Stelle folgt Finnland (28 Prozent) vor Frankreich (19,1 Prozent). Im Nachbarland Deutschland geschehen nur 5 Prozent der Jugend-Selbstmorde mit einer Waffe.

Die Rekordquote von Schusswaffensuiziden in der Schweiz habe einen direkten Zusammenhang mit der hohen Verfübarkeit von Waffen in der Schweiz, hält die internationale Studie zu Suiziden bei Jugendlichen fest. Dies gelte insbesondere für die Heimaufbewahrung von Sturmgewehren und Pistolen aus Armeebeständen.

Die Studie der «European Alliance Against Depression» (EAAD) untersuchte 15000 Suizide von 15- bis 24-Jährigen in 15 Ländern. Sie wurden in der aktuellen Ausgabe das Fachmagazins «Journal of Affective Disorders» veröffentlicht. (SDA)

play Schnell zur Hand, schnell abgedrückt. Die Armeewaffe im Haushalt. (Keystone)

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