Yosri H. (18) klaute – diesmal in Winterthur Total netter Tunesier wieder verhaftet

  • Publiziert: 19.08.2012, Aktualisiert: 11.22 Uhr
  • Von Ralph Donghi
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In Handschellen: Am Samstag wurde der Asylbewerber Yosri H. dem Haftrichter in Brugg AG vorgeführt.

(Paolo Foschini)

Teure Markenjeans und einen Kapuzenpullover liess Yosri H. mitlaufen. Für das Ramadanfest, erklärt er.

Bewacht von zwei Polizisten, wird der 18-jährige Yosri H.* am Samstagnachmittag in Brugg AG dem Haftrichter vorgeführt. Dem tunesischen Asylbewerber aus Rekingen AG ist das Lachen vergangen. BLICK weiss: Yosri H. wurde am Mittwoch um 19.30 Uhr beim Manor in Winterthur ZH verhaftet! Er klaute dort ein Paar «Tommy Hilfiger»-Jeans im Wert von 149 Franken und einen «Levi’s»-Kapuzenpulli, der 129.90 Franken gekostet hätte.

Dabei hat er nach seiner letzten Verhaftung beharrlich seine Unschuld beteuert. Am 14. Juli hatte er einem Feuerwehrmann im Lösch­einsatz das Portemonnaie gestohlen (BLICK berichtete).

«Ich weiss von nichts», erklärte Yosri H. «Ich habe das Geld nicht gestohlen. Würde ich es sonst in meiner Hosentasche aufbewahren?»

Ohne gültige Papiere in die Schweiz gereist

Zu dem Zeitpunkt, so der Vorwurf der Aargauer Behörden, hatte er schon wieder lange Finger. Am 15. Juli soll er einem Mann in Freiburg das iPhone 4S geklaut haben. Zu seiner Verteidigung fiel Yosri H. ein, dass er das Apple-Handy für einen Kollegen zur Reparatur habe bringen wollen.

Nach der Verhaftung in Winterthur gibt Yosri zum ersten Mal einen Diebstahl zu. Ja, er habe die Hosen und den Pulli neben den Manor-Sicherheitsschranken vorbeigetragen. Seine Ausrede: Er habe die Sachen geklaut, damit er für das Fest am Ende des Ramadans neue Kleider habe.

Dabei hätte Yosri H. den Bezirk Zurzach gar nicht mehr verlassen dürfen. Yosri missachtete die Verfügung, die er nicht gegenzeichnen wollte. Er erklärt das so: Er habe einen Termin in Aarau gehabt und mit dem Zug über Baden zurückfahren wollen. Dort habe er zu lange warten müssen. Deshalb habe er über Winterthur heimfahren wollen.

Yosri H. war am 15. Juni ohne gültige Papiere von Italien in die Schweiz gereist. Der Richter hat ihn jetzt für längere Zeit in U-Haft gesteckt. So verlangte es die Staatsanwaltschaft in ihrem ­Antrag. Sie wirft dem Tunesier rechtswidrige Einreise, mehr­fache Missachtung der Eingrenzung und mehrfachen Diebstahl vor. Darauf, so die Behörde, drohen H. 7½ Jahre Höchststrafe.

Das wärs dann wohl für Yosri H., der sich in der «Aargauer Zeitung» als Vorzeigeflüchtling «auf der Suche nach einem besseren Leben» präsentieren durfte. Oder wie der Tunesier sagte: «Ob anständig oder kriminell, das spielt keine Rolle.»

*Name bekannt

Finden Sie gut, dass Yosri H. jetzt hinter Gittern sitzt?»

Beliebteste Kommentare

  • Ramon  Lampert
    Ausschaffen und Einreisesprerre verhängen!
  • Ursi  Wullschleger Lüscher , via Facebook
    UNGLAUBLICH was sich gewisse Leute die "zu Gast" in unserem Land sind, so alles erlauben! von mir aus müsste man ihn sofort ausweisen und in Tunesien ins Gefängnis stecken. Denn hier kostet er noch einen haufen an Steuergeldern. Weil das ja nicht geht, hier meine Bitte an unsere Justiz: BITTE GREIFT ENDLICH MAL DURCH !

Alle Kommentare (18)

  • Yves  Ebneter , Winterthur
    In Australien wäre dieser Typ schon längst aus dem Lande geflogen. Zudem hätte er eine Einreisesperre. In CH kann man ja machen was man will. Solange die Leute unserem Staat keinen Respekt entgegenbringen müssen, solange werden wir Probleme haben. Hier scheint der Staat keine Verantwortung seinen Bürgern gegenüber zu haben. Hauptsache die Steuern fliessen. Damit man dann jedem noch Geld hinterherwerfen kann. Traurig Traurig....
  • Patricia  Meier
    ähm ins nächste Flugzeug und ab nach Hause. Wenn es in Tunesien soooooooo schlimm wäre, nota bene dort wo wir Ferien machen ohne erschossen zu werden, dann hätte er Angst vor einer Heimreise und würde sie nicht durch so Aktionen herbeiführen. Sorry, aber solche Typen sind unbelehrbar und haben hier einfach nichts zu suchen. Die haben keinen Sinn für Gesetze etc und werden ihn nicht bekommen.
  • Toni  Riess , Buch
    Wir haben auch schon einen ertappt der ein Kindervelo beim Nachbar stehlen wollte. Seine Antwort: ich habe Gott um Erlaubnis gefragt.
    Und es gibt auch noch dumme Schweizer, die denen helfen. Die sollte man gleich mit ausweisen.
  • Pascal  Paul , Frauenfeld , via Facebook
    Warum wird hier nicht das Ausschaffungsgesetz angewandt?
  • Ernst  Wyss , via Facebook
    Wieso können nicht Alle Kantone so Handeln wie der KT.ZUG ? Schnell Urteil und ab in den Knast und ab nach "Hauuse" ohne Zehrgeld.
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