Abzocker-Initiative Top-Manager: Kein Kommentar

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Silvio Bertolami

ZÜRICH – Was sagen Marcel Ospel, Daniel Vasella und andere Wirtschaftskapitäne zur «Volks- initiative gegen die Abzockerei»?

BLICK wäre bereit, ihnen Platz zu geben, um ihre Meinung zur Initiative zu sagen. Doch ob bei UBS, Credit Suisse oder Nestlé – die Pressesprecher sagen: kein Kommentar. In vornehmes Schweigen hüllt sich auch Daniel Vasella von Novartis.

Wie BLICK berichtete, lancierte Kleinunternehmer Thomas Minder vergangenen Montag eine Volksinitiative gegen die astronomisch hohen Saläre der Top-Manager. Seither ist der Trybol-Chef ein gefragter Mann. Zum Beispiel im BLICK-Online-Chat von gestern. Während rund einer Stunde wollten über 500 Personen mit Minder chatten.

Nicht nur Arbeitnehmer, gerade auch Gewerbler regen sich mächtig auf über die Millionensaläre. Wird vielleicht sogar der Gewerbeverband die «Volksinitiative gegen die Abzockerei» unterstützen?

Pierre Triponez, der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, versteht zwar den weitverbreiteten Ärger: «Einiges, das geschehen ist, hat auch mich hässig gemacht. Und die Initiative ist vom Ansatz her sympathisch. Zudem trägt sie einen super Titel. Für mich geht sie aber ‹cheibe wit›.»

Will heissen: zu weit. Triponez befürchtet zum Beispiel, dass die börsenkotierten Firmen, um die es bei der Initiative geht, ins Ausland abwandern könnten. Einen gewissen Handlungsbedarf sieht aber auch er: Zurzeit werde das Aktienrecht revidiert. Hier könne man subtiler vorgehen.

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