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In diesem Mehrfamilienhaus wurden die 7-jährigen Zwillinge getötet. (Keystone)
Die Untersuchungshaft hat heute der Haftrichter angeordnet. Zwar: Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor unklar. Immerhin dürfte jetzt so viel klar sein: Die Zwillinge wurden durch Ersticken getötet. Das haben erste rechtsmedizinische Untersuchungen ergeben, wie Staatsanwalt Markus Oertle erklärte.
Dass die Eltern selbst ihre Kinder umgebracht haben, wird immer wahrscheinlicher. Darauf deutet der Umstand hin, dass sie jetzt offiziell in Untersuchungshaft sitzen. Es handelt sich um Schweizer im Alter von 34 respektive 39 Jahren.
Die Eltern der Zwillinge hatten der Polizei in der Nacht auf Montag kurz vor 2.30 Uhr gemeldet, dass ihre beiden Kinder umgebracht worden seien (blick.ch berichtete). Als die Polizei zusammen mit der Sanität eintraf, war der Knabe bereits tot. Seine Zwillingsschwester verstarb trotz Reanimationsversuchen kurz darauf.
Warum?
Nach wie vor vollkommen ungeklärt ist die brennendste Frage: Warum bloss haben die Eltern ein derart schreckliches Verbrechen begangen? Die Polizei tappt im Dunkeln. Informationen zu einem möglichen Motiv gibt es nicht.
Ein Psychologe äusserte auf «TeleZüri» die Vermutung, es könnte sich um eine Verzweiflungstat handeln. Vielleicht entsprachen die Kinder nicht den Idealvorstellungen ihrer Eltern? Auch das Datum, Weihnachten, dürfte von Bedeutung sein. In dieser Zeit sind die Menschen speziell emotional und besonders gestresst. Möglich. dass das der Auslöser für diese unfassbare Schreckenstat war.
Schon vor acht Jahren Kind verloren
Ob inzwischen ein Geständnis vorliegt, ist nicht bekannt. Oertle bestätigte aber zu einem Bericht des Zürcher Lokal-TV-Senders «Tele Züri», dass die beiden Eltern vor acht Jahren ein Kind durch plötzlichen Kindstod verloren haben. Jetzt will Oertle die damaligen Umstände vor dem Hintergrund des Tötungsdelikts an den beiden Zwillingen genauer abklären und in seine Untersuchungsarbeit einbeziehen. Der Mann und die Frau hatten gemeinsam mit den beiden Zwillingen in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Arn, Gemeindegebiet Horgen ZH, gelebt.
Zwillinge lachten immer
In Horgen löste der Tod der Zwillinge Betroffenheit aus. Es habe überhaupt keine Signale seitens der Eltern gegeben, die auf ein solches Delikt hätten schliessen lassen, sagte Gemeindepräsident Walter Bosshard am Weihnachtstag dem Lokalsender «Tele Züri». Kinder schilderten das Mädchen und den Knaben als aufgestellt. Beide hätten immer gelacht und sich nie gestritten, sagten sie. (AP/SDA/ snx)
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Die Ermittler informieren voraussichtlich erst nach den Feiertagen genauer über die Geschehnisse in Arn/Horgen. (Keystone)