Drama im Conny-Land Tötete Gift oder Techno Delfin Shadow?

  • Publiziert: 09.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012

LIPPERSWIL TG - Im Conny-Land starb gestern der Delfin Shadow. Deutsche Tierschützer geben die Schuld der Technoparty, die vorletztes Wochenende im Vergnüngungspark statt fand.

Das achtjährige Delfinmännchen Shadow starb am Dienstag Vormittag völlig unerwartet. «Das Training verlief ganz normal. Doch plötzlich begann Shadow zu zucken, schwamm wild umher und krümmte sich», sagt Conny-Land-Pressesprecher Erich Brandenberger.

Shadow starb in den Armen seines Trainers

Ein Delfintrainer nahm Shadow in den Arm, versuchte ihn zu beruhigen. Doch nach kurzer Zeit war Shadow tot. Er hatte aufgehört zu atmen.

Der Tod des Delfins führte sogleich zu heftigen Reaktionen von Tierschützern. Für die deutschen Organisationen ProWal und Wal- und Delfinschutz- Forum (WDSF) steht Shadows Tod in Zusammenhang mit einer Technoparty.

ProWal und WDSF üben Kritik am Veterinäramt des Kantons Thurgau, denn dieses hatte die Technoparty im Conny-Land-«Château» nicht untersagt. Die Party stieg am 29. Oktober.

Sektion lieferte noch keine Ergebnisse

Die Betreiber des Conny-Land dementieren einen Zusammenhang zwischen der Technoparty und Shadows Tod. «Die Technoparty fand in einem Gebäude statt, das 50 Meter vom Delfinhaus entfernt ist. Die Musik war nicht zu laut für die Delfine. Das mussten sogar zwei Tierschützer zugeben, die zur Kontrolle an der Party waren», sagt Brandenberger.

Noch ist die Todesursache unklar. Shadow wurde umgehend vom Tierspital der Universitätsklinik Zürich seziert. Die pathologische Sektion hat bisher keinerlei Ursachen ergeben. Weitere umfangreiche Tests sind in Gang.

Wurde der Delfin vergiftet?

Laut Conny-Land ist jedoch erwiesen, dass Shadow keine Stresssymptome zeigte. Er hatte keine Magengeschwüre, Niere, Lunge, Leber sowie andere relevante Organe befanden sich in völlig normalem Zustand.

Sollten die bakteriellen und mikroskopischen Tests zu keinen Resultaten führen, wird untersucht, ob Shadow vergiftet wurde. «Wir hoffen es nicht, aber es ist nicht auszuschliessen», sagt Pressesprecher Brandenberger. (SDA/sas)

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