Teure Strassenverkehrsämter Gebühren sind höher als die Kosten

Die Strassenverkehrsämter in der Schweiz verlangen zu viel Geld. Am teuersten ist Appenzell Innerrhoden. Es gibt aber auch Kantone, in denen die Gebühren die Kosten nicht decken.

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Die von den Strassenverkehrsämtern erhobenen Gebühren liegen nach wie vor weit über den anfallenden Kosten. Besonders gross ist das Missverhältnis im Kanton Appenzell Innerrhoden, wo die Gebühren für Führer- und Fahrzeugausweise oder Prüfungen die anfallenden Kosten um zwei Drittel übertreffen.

Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Erhebung der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) für das Jahr 2014 hervor. In Genf deckten die Gebühren des Strassenverkehrsamts 162 Prozent der Kosten, im Tessin 150 Prozent. In den Kantonen Uri, Obwalden, Nidwalden, Zug, Freiburg und Thurgau deckten die Gebühren hingegen nur einen Teil der Kosten, der Rest wurde durch Steuereinnahmen ausgeglichen.

Die EFV hat teilweise auch die Gründe für markante Veränderungen bei den Gebühreneinnahmen ermittelt. In Appenzell Innerrhoden beispielsweise schlug besonders die Bearbeitungsgebühr für Mietfahrzeuge zu Buche. Innerrhoden hat von allen Kantonen die grösste Dichte an Mietfahrzeugen. In Schwyz machte sich die Versteigerung von Kontrollschildern in der Gebührenrechnung bemerkbar.

Gebühren 19 Prozent höher als Kosten

Im Durchschnitt lag der von der EFV erhobene Gebührenindex der Strassenverkehrsämter bei 119 Prozent. Die Grenze von 100 Prozent, bei welcher sich Gebühren und Kosten die Waage halten, könne aufgrund methodischer Schwierigkeiten zwar nicht absolut betrachtet werden, heisst es in einer Mitteilung. Die ermittelten Werte seien aber zumindest ein Hinweis auf ein Missverhältnis.

Auch für die die Justiz, die Wasserversorgung oder den Abfall werden Gebühren erhoben. Im Schweizer Durchschnitt wurden 2014 76 Prozent der Kosten in den Aufgabengebieten durch Gebühren finanziert. Selbst Solothurn, Freiburg und Jura, die am oberen Rand der Skala liegen, decken nicht die gesamten Kosten mit Gebühren. (SDA)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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  • Heinrich  Frey , via Facebook 28.10.2016
    Grundsätzlich ist das bei Staatsstelle wie beim Bund überall gleich. Zuerst wird eine Stelle geschaffen un die kostet natürlich Geld. Wen danach diese Stelle auch noch eine Dienstleistung verrichtet kostet es wieder Geld.... Wenn Sie in der Privatwirtschaft eine Stelle haben bekommen sie einen Lohn - und wenn Sie danach auch noch arbeiten in dieser Stelle, bekommen Sie danach Zwei Löhne? Natürlich der Angestellte beim Staat auch nicht....aber wo fliesst die Differenz dann hin?
  • Heinrich  Ochsner 28.10.2016
    kann mir jemand erklären, wie sich der Preis für einen Fahrzeugausweis errechnet? Nach der MFK gibts jeweils einen neuen Fahrzeugausweis, Kosten Fr. 40.- (kT. SG). Oder ist das einfach, wie vieles Abzocke?
  • H.  Potter aus Zürich
    28.10.2016
    Im Kanton Zürich kostet die Verkehrsabgabe für Lieferwagen 4 x mehr als im Thurgau, bzw. 1258.- für ein 3.5 T Fahrzeug mit max. 2,5 l Motor! Eine Abzocke, eine absolute Frechheit, aber der Staat kann machen was er will, so istdas bei uns mittlerweile. Unser Staat ist im Umgang mit Bürgern und Steuerzahlern nicht besser als irgendeine Bananenrebuplik im Sonstwo!
    • Ueli  Maier aus Dübendorf
      28.10.2016
      Es geht in diesem Artikel um die Gebühren, nicht um die Verkehrssteuern. Sie können - normalerweise - ihren Wohnsitz frei wählen innerhalb der Schweiz. Vielleicht ist anderes im TG teurer. Es gibt nur das Gesamtpaket ohne Zusatzkosten (egal wo). Übrigens: 2500ccm, 3500kg in ZH Fr. 1138.- , im TG Fr. 360.- - in ZH also etwas mehr als das dreifache. Wie helfen sie dem Staat seinen Umgang mit Bürgern und Steuerzahlern zu verbessern? Sie sind ein Teil dieses Staates.
  • Robert  Brunner 28.10.2016
    seit der SUVabstimmung sind die Gebühren im Kanton Zürich für ein Auto einlösen auch gewaltig gestiegen und nur weil mann darüber nicht seperat abstimmen konnte,da sie die Abstimmung darüber einfach unter die SUVabstimmung geschoben haben . Wobei man dann im AArgau viel weniger für ein Wohnmobil zum einlösen bezahlen muss,dabei werden die auch auf Zürcherstrassen bewegt.
  • Ronald  Schmid aus Miami
    28.10.2016
    Die Schweiz ist ein furchtbarer Praemien und Aemter & Beamte, Abzocker Staat. Es braucht auch viel mehr Signale, auch auf abgelegenen Bergen.