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Es sind nur ein paar Sekunden, ein Augenblick der Unachtsamkeit. Dann stürzt Fussballer Slaven T.* (19) in die Tiefe.
Der gebürtige Serbe, Stürmer des FC Termen/Ried-Brig in der 4. Liga, nimmt am Laureus Swiss Cup 2011 im Tessin teil. Die Sieger sind am internationalen Finale in München dabei. Slaven möchte der Walliser Equipe zum Sieg verhelfen.
Gestern wäre das Endspiel gewesen. Darum will Slaven T. am Samstag früh ins Bett. Im Zimmer setzt er sich kurz auf das Fensterbrett im zweiten Stock der Unterkunft des Nationalen Jugendsportzentrums in Tenero TI. Die Fensterläden hinter ihm sind zugeklappt. Aber nicht verriegelt!
Er lehnt sich zurück. Die Läden geben nach – und der Sportler fällt ins Leere! Beim Aufprall bricht sich Slaven beide Beine.
«Slaven liegt auf der Intensivstation. Es geht ihm sehr schlecht», sagt sein Kollege Darko M.* (23), «seine Eltern sind bei ihm.» Heute soll er mit dem Heli ins Wallis geflogen und dort erneut operiert werden. Seine Mannschaftskollegen sind gestern zurückgereist, das Spiel haben sie aus Solidarität mit Slaven T. abgesagt.
Ob Slaven je wieder kicken kann? «Egal, wie lange die Genesung dauert – wir warten auf ihn», sagt sein Trainer Klaus Ittig (46). «Er ist ein ruhiger, technisch sehr versierter Spieler. Und er ist begeistert vom Fussball. Er hatte gute Chancen, es in die 3. oder sogar 2. Liga zu schaffen.»
«Er ist acht Meter tief gestürzt und auf Stein aufgeschlagen. Wir sind froh, dass er nicht auf dem Kopf gelandet ist», sagt Bixio Caprara, Leiter des Jugendsportzentrums. «Das war Glück im Unglück. Er hätte auch tot sein können.»
* Namen der Redaktion bekannt