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Dieser Kiffer arbeitet noch – als Arzt: Dr. Michael Aldrich sammelte in San Francisco Unterschriften für Marihuana als Medizin. (Reuters)
Im Unterschied zu harten Drogen, deren Konsum Trends ausgesetzt ist, ist «Gras» ein Dauerbrenner. Langjährige Raucher werden noch gelassener, wenn ihnen das Marihuana in regelmässigen Abständen in den Schoss fällt. Ein solches Kiffer-Schlaraffenland soll das Tessin sein.
Wie der «Corriere del Ticino» heute berichtet, sind von Airolo bis Chiasso besonders unverdächtige Hasch-Lieferanten am Werk: So pflegen etwa Arbeitslose und Rentner ein paar wenige Kontakte, mit denen sie sich wöchentlichen «zum Kaffee trinken» treffen.
Dabei liefern sie die bestellten Suchtmittel den Kunden nach Hause, oder laden sie zu sich nach Hause – meist abseits der grossen Zentren – ein. «Das Marihuana frei Haus erntet einen gewissen Erfolg bei denen, die nicht unbedingt als Kunden von Dealern erscheinen wollen», schreibt die Tessiner Tageszeitung.
Auch die Gefahr, von fremden Drogenhändlern über den Tisch gezogen zu werden, schmilzt in der Sonnenstube dahin. Die Pensionäre pflegen nur einen kleinen Kreis von Hasch-Kunden. Weil sich die Beteiligten teilweise seit Jahren kennen, «wecken mehr oder weniger gelegentliche Treffen keinerlei Verdacht.» (dip)