Streit um angebliche Sex-Attacke im Tessin Was geschah Samstagabend im Tilo-Regionalzug?

Vier Afrikaner sollen am Wochenende versucht haben, in einem Tessiner Regionalzug eine Frau zu vergewaltigen. Dies berichtet der TV-Sender RSI. Die Staatsanwaltschaft widerspricht.

Das Kantonsparlament wird entscheiden (Symbolbild) play
Tilo: In einem solchen Zug soll es am Samstag wegen eines versuchten Übergriffs zu einem Polizeieinsatz gekommen sein. sda

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In einer seltenen Stellungnahme hat die Tessiner Staatsanwaltschaft heute eine Meldung des Tessiner Fernsehens RSI dementiert. Die RSI hatte vermeldet, dass «vier Afrikaner» am Wochenende versucht haben sollen, eine Frau im Zug zu vergewaltigen.

Laut einer RSI-Meldung vom Sonntag soll sich der Vorfall am Samstag in einem Regionalzug aus Italien in Richtung Lugano ereignet haben. Vier «afrikanische Bürger» sind gemäss RSI folglich als mutmassliche Täter vorläufig festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, sie hätten versucht, sich einer Passagierin in einem Zug-WC zu nähern, um sich an ihr zu vergehen.

Die Vorgänge, so wie sie von der RSI beschrieben worden seien, entsprächen nicht der Realität, schrieb die Tessiner Staatsanwaltschaft heute in einer Stellungnahme. Sie forderte zugleich die RSI-Direktion auf, ihre Mitarbeiter dazu anzuhalten, die journalistischen Sorgfaltspflichten besser einzuhalten – entsprechende Meldungen seien genauer auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Nur so kann laut Staatsanwaltschaft verhindert werden, dass eine «ungerechtfertigte Panikstimmung» in der Bevölkerung erzeugt werde.

Alle Fakten seien in der Meldung vom Sonntag vor Erscheinen geprüft worden, teilte hingegen die RSI-Nachrichtendirektion mit. Sie halte daran fest, dass die Tessiner Kantonspolizei am Samstag wegen eines versuchten Missbrauchs einer Bahnpassagierin alarmiert wurde. Bei den mutmasslichen Tätern handele es sich um «Personen afrikanischer Herkunft». Die Staatsanwaltschaft habe es verpasst, weitere Details zur laufenden Untersuchung zu liefern, um so das Dementi gegenüber der RSI zu rechtfertigen. (SDA)

Publiziert am 22.02.2016 | Aktualisiert am 22.02.2016
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39 Kommentare
  • Ruedi  Lais aus Wallisellen
    22.02.2016
    Der aktuelle (17:30 Uhr) Stand der Story gem. ticinonews.ch: 1. 3 der 4 Verhafteten hatten nichts damit zu tun. 2. Der verbleibende Mann und die Frau kannten einander und hatten eine jahrelange Beziehung. 3. Beide waren mit Alkohol und Drogen so voll, dass die Staatsanwaltschaft sie bisher nicht befragen konnten. Mein Schluss: Wäre nicht eine der beiden Personen schwarzer Hautfarbe, und hätten wir keine Anti-Ausländerstimmung in der Schweiz, so wäre das eine "No-Story".
    • Ruedi  Lais aus Wallisellen
      23.02.2016
      Stand 19:20: Der Staatsanwalt meldet, es sei keiner in Haft genommen worden und es gebe keine Anzeichen für eine Tätlichkeit. (Quelle: ticinonline.ch)
  • Chris  Patton aus Biel
    22.02.2016
    Mir geht diese Abstimmung so was von den Sack. Da glauben tatsächlich alle Ja Stimmer dass das Problem gelöst sei. Von was träumt Ihr Nachts. Waren es Italo Afrikaner, Flüchtlinge, integrierte schwarze Jugendliche, man weiss es nicht. Stimmt die Geschichte ? Eines aber ist ganz sicher, nach der Abstimmung wird sich so was von nichts ändern, egal ob Ja oder Nein. Hat man denn seit 1925 nichts mehr gelernt ?
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    22.02.2016
    war denn die staatsanwaltschaft dabei?
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      22.02.2016
      Aber Sie waren dabei?
    • Stefan  Gubser aus Arth
      22.02.2016
      HAHAHA...Was für eine doofe Frage. Soll ich auch Fragen ob das RSI dabei war?
  • Afrim  Brama aus Oerlikon
    22.02.2016
    "...wegen eines versuchten Missbrauchs einer Bahnpassagierin alarmiert wurde,..." ah dann ist ja gut, keine Vergewaltigung, nur Missbrauch...:(
    • Markus  Ackermann 22.02.2016
      Sie Witzbold. Die Betonung liegt auf "versucht", das bedeutet nicht vollzogen. Also wo liegt hier eine Vergewaltigung/Missbrauch vor?
      Aber manche Zeitungen/Personen brauchen Schlagzeilen ... traurig ..
  • Sarah  Keller 22.02.2016
    Zu dumm jetzt aber auch!
    Da hat man unseren "Gästen" wohl vergessen zu sagen, dass sie erst nach der Abstimmung wieder herzhaft zugreifen sollen. Jetzt muss mans halt ein bisschen schönreden - geht zur Not auch. Hat sich ja in der Vergangenheit bestens bewährt.