Schüsse bei wilder Verfolgungsjagd Räuber mit Tessiner Auto hatten Politiker im Visier

BERGAMO (I) - Polizei vereitelt Überfall auf Villa von Ex-Minister Antonio di Pietro (66) im italienischen Bergamo.

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Einbruchsopfer Antonio Di Pietro (66) warnt die Räuber: «Verbrechen lohnt sich nicht!» ALESSANDRO DI MEO

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Filmreife Szenen am helllichten Tag! Ein weisser VW Golf mit Tessiner Kennzeichen lauert vor der Villa des ehemaligen italienischen Staatsanwalts und Ex-Ministers Antonio Di Pietro (66).

Es ist Donnerstag, 14 Uhr. Im Wohnviertel Marigolda in Curno bei Bergamo (I) ist es still. Viele der Bewohner sind in den Ferien. Auch der Hausherr ist nicht da.

Der Übeltäter am Steuer des Schweizer Autos steht Schmiere. Sein Kumpel ist bereits im Haus, durchstöbert alle Schränke. Beide sind vermummt.

Eine Nachbarin beobachtet den Einbruch

Was sie nicht ahnen: Einer Nachbarin des italienischen Politikers kommt das Fahrzeug verdächtig vor. Sie beobachtet den Einbruch – und alarmiert die Polizei. Wenig später rollt ein Streifenwagen an.

Während der Fahrer im weissen Golf Gas gibt, verbarrikadiert sich der Komplize in der Villa. Der Autofahrer versucht, einen Carabiniere zu überfahren. Dieser zieht die Waffe. Schiesst. Doch verletzt wird niemand.

Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt

Ein Teil der Polizei heftet sich an die Fersen des Fluchtfahrzeugs. Es folgt eine wilde Verfolgungsjagd. Nach einigen Kilometern steuert der Dieb das Auto an den Fluss Brembo, springt aus dem Wagen, rennt in den Wald. Er kann fliehen.

Zur gleichen Zeit reden Beamte auf den Räuber im Haus ein. Nach einer Stunde verliert das Einsatzkommando die Geduld, tritt die Tür ein und nimmt den Einbrecher fest.

Der Einbrecher ist kein Tessiner, sondern ein 18-jähriger Roma aus Bergamo. Das Tessiner Auto haben die beiden Verbrecher in Mailand (I) geknackt und gestohlen.  

Dank an die Nachbarin

«Gott sei Dank war niemand von meiner Familie im Haus», sagt Antonio Di Pietro dem Nachrichtenportal «Bergamonews». «Die Polizei hat exzellente Arbeit geleistet. Auch meine Nachbarin hat sehr geholfen. Ich werde später bei ihr vorbeigehen und mich persönlich bedanken. Die Polizei braucht Hinweise aus der Bevölkerung.»

Und den Einbrechern gibt der ehemalige, prominente Staatsanwalt Folgendes mit auf den Weg: «Verbrechen lohnt sich nicht!»

Publiziert am 06.01.2017 | Aktualisiert am 06.01.2017
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