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Eine zweifache, in Locarno wohnhafte Mutter veräzte sich im Mai 1993 bei der Arbeit in einer Küche in einem Hotel in Porto Ronco bei Ascona mit Natronlauge die Arme und Hände. Einige Woche später erklärten die Ärzte die Serbin für genesen.
800000 Franken ertrogen
Im August 1993 suchte die Frau erneut den Arzt auf: Ihre Narben waren aufgeplatzt. Sie beklagte sich in der Folge über zunehmende Schmerzen und wurde arbeitsunfähig. Sie erhielt von der Ausgleichskasse, der staatlichen Sozialversicherung und privaten Versicherern insgesamt über 800000 Franken.
Die 55-Jährige habe sich ihre Verletzungen selbst zugefügt und simuliere die Beschwerden, kam ein Gericht in Mendrisio heute zum Schluss. Ihr Ehemann habe ihr dabei geholfen. Das Gericht sprach die beiden des Betrugs sowie der Urkundenfälschungen schuldig. Und verurteilte sie zu je zwei Jahren bedingt.
Video enthüllte den Betrug
Die Richter stützten sich in ihrem Entscheid unter anderem auf ein Video, das die Frau im Frühjahr 2007 in Serbien beim Verrichten von Haus- und Gartenarbeiten zeigt. Dass die Frau simulierte, legten auch Beobachtungen der Aufseher und des medizinischen Personals des Untersuchungsgefängnisses in Lugano nahe. (SDA/noo)