Horror-Crash auf A2 löschte Familie aus Erstmals spricht der LKW-Fahrer

LUGANO TI - Der 50-jährige Rumäne war am 26. Juli bei Quinto TI in den Van einer deutschen Familie gerast. Das Auto wurde regelrecht zermalmt. Erstmals konnte nun der LKW-Fahrer befragt werden.

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Über sechs Wochen brauchte es, bis der Todesfahrer von Quinto TI vernommen werden konnte. Vorige Woche war es soweit. Die behandelnden Ärzte gaben endlich grünes Licht. Die Tessiner Staatsanwaltschaft und ermittelnde Polizeibeamte konnten den rumänischen Camionneur im Civico-Spital in Lugano TI zum Horror-Crash befragen, berichtet der «Corriere del Ticino».

G.P.* (50) aus Madone Bergamo (Italien) war am 26. Juli 2016, gegen Mittag mit seinem roten LKW der Firma Koiné auf der A2 in Norden unterwegs. Voll beladen mit Mineralwasser-Flaschen. Auf der Geraden in Höhe der Gotthard-Raststätte von Quinto TI hatte sich ein Stau gebildet. An dessen Ende stand der Van der Familie S.* aus dem deutschen Otterberg.

Statt abzubremsen, raste der Camionneur mit seinem 40-Tönner in das Auto der Familie, schob es unter einen anderen LKW, der Granit-Blöcke beladen hatte. Der Van der Deutschen wurde zwischen den beiden Trucks zermalmt. Kurt S. (43), seine Ehefrau Petra (43) und die zwei Töchter Luise (8) und Emely (12) starben auf der Stelle. Der Todesfahrer wurde schwer verletzt (BLICK berichtete).

Warum bremste der LKW-Fahrer nicht ab?

Wie konnte der Horror-Crash passieren? Hatte der Todesfahrer einen Sekundenschlaf? War er abgelenkt? Auf die Antworten mussten die Ermittler wochenlang warten, weil der Zustand von G.P. keine Befragung erlaubte. Vorige Woche war es endlich soweit.

Die Vernehmung allerdings dauerte nur wenige Minuten. Das Ergebnis war ernüchternd. «Ich kann mich an gar nichts erinnern», sagt G.P. «Wenn ich an den Unfall denke, ist da nur ein schwarzes Loch.» Noch immer ist der Camionneur gesundheitlich schwer angeschlagen.

Eines wurde bereits ermittelt: G.P. hatte während der Fahrt weder Alkohol noch Drogen zu sich genommen. 

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 18.09.2016 | Aktualisiert am 22.09.2016
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24 Kommentare
  • Benno  Schoenholzer aus Yang Talad
    19.09.2016
    Das ist nichts neues!! Das sagem alle auf Anraten ihres Anwalts!!
  • Andreas  Steiner aus Winterthur
    18.09.2016
    Schade, dass man nicht auch über diese automatischen Bremsanlagen diskutiert, eine scheinbare Sicherheit. Mein Auto hat diesen Abstandstempomat mit automatischer Bremse. Aber bei stillstehenden Autos erkennt er oft die Sache nicht. Ist auch logisch, denn in einer Kurve seitlich parkierte Autos sind auch im Stillstand, und die dürfen ja nicht erkannt werden. Der Irrglaube, die Technik wirds richten, das ganze wird völlig überschätzt.
    • Peter  Buchmann 18.09.2016
      ...kommt dazu, dass man sich bei allen vorhandenen Sicherheitssystemen gemäss Fahrzeug-Handbuch nicht allein auf die Systeme verlassen darf, denn die Sensoren können z.B.bei Verschmutzung nicht richtig funktionieren. Selbst bei modernen Flugzeugen muss immer ein Pilot, an Bord oder am Boden, bereit sein das Steuer zu übernehmen, wenn der Autopilot nicht mehr will oder kann. An der Haftungsfrage wird man sich noch die Zähne ausbeissen.
  • Roli  Guntern aus Reckingen
    18.09.2016
    Werte Unfallermittler und Fachspezialisten....

    auch Handy - Gebrauch kann auf die Sekunde genau bewiesen werden...
    Daten des Providers genügen... und die sind im Überfluss gespeichert.

  • Josef  Lenherr aus Gams
    18.09.2016
    Dem Fahrer hat jemand gesagt oder er hat es in den 6 Wochen seit dem Unfall selber gemerkt, dass es das Beste ist, wenn er sagt, dass er sich an nichts mehr erinnern kann. Für die Unfallursache gibt es nicht viele Möglichkeiten. Entweder war der Fahrer abgelenkt, durch was auch immer oder er ist kurz eingenickt. Die durch den Unfall getötete Familie tut mir leid. Das ist die grösste Tragik.
    • Rocco  Martignoni , via Facebook 18.09.2016
      Herr Müller aus der Politik hab das auch gesagt und ist nicht verurteilt. Bei ihm hab er seine aussage geändert im Sekunde Schlaf., welches trotzdem Fatal hätte sein können , die sind sich im Parlement langer als ein sekunde zu schlafen..Wenn wird diese verurteilt.
  • Romy  Bernhardsgrütter 18.09.2016
    Drogen und Alkohol waren offenbar nicht im Spiel. Vielleicht Psychopharmaka, die schläfrig, erschöpft und benommen machen? Hier wird leider meistens konsequent weggeschaut, weil dann ca. 20 Prozent der Fahrzeuglenker, egal ob LKW oder PW, gar keine Fahrerlaubnis haben dürften.