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Montag Ruhetag. Dennoch brennt in der Pizzeria Conca d’ Oro in Senna Comasco das Licht. Emanuele L. (68) ist beschäftigt. Nicht mit Pizzateig. Er schiebt einen Menschenkopf in den heissen Ofen. Bevor das Restaurant am Dienstagmittag wieder öffnet, soll der Schädel verbrannt sein.
Zur gleichen Zeit karrt Schwager Alberto A. (40) im Kofferaum seines Autos den Rest der Leiche an die Schweizer Grenze. Von Como nach Domodossola sind es 150 Kilometer.
An der alten Nationalstrasse zum Simplon hält der Killer. Er wirft die kopflose Leiche den Abhang hinunter. Nach zehn Metern bleibt sie im Gebüsch stecken. Die beiden Italiener Alberto A. und Emanuele L. freuen sich über den «perfekten Mord»: Tankwart Giacomo Brambilla (43) ist beseitigt, sein Geld einkassiert.
Alberto A. stammt aus einer berühmten Comer Familie. Er hat eine Waffenhandlung in der Via Garibaldi und ist ein Vertrauter der Polizei, hilft bei Kriminalfällen mit Expertengutachten aus. Ihn wird niemand verdächtigen. Und: Eine Leiche ohne Kopf ist schwer zu identifizieren.
Alberto A. und Emanuele L. irren. Als Alberto A. morgens wie üblich seinen Laden öffnet, steht die Polizei schon da. Alarmiert hat sie Brambillas Frau. Sie vermisst ihren Mann. Sie weiss, er war bei Alberto A. – mit 100 000 Euro in bar. Brambilla will die Waffenhandlung kaufen. Elena P. (39) wartet.
Ihr Mann kehrt nicht zurück. Also geht sie in die Via Garibaldi, schaut durchs Schaufenster in den Laden. Sie sieht zwei Männer hektisch den Fussboden wischen.
Elena P. ruft die Polizei. Die Ermittler finden Blutspuren im Verkaufsraum. Sie schauen das Überwachungsvideo. Darauf: Alberto A. und Giacomo Brambilla. Der Tankstellenbesitzer trägt einen Geldkoffer. Sie diskutieren. Der Waffenhändler zückt eine Pistole, eine Rugher Kaliber 22, schiesst auf den Tankstellenbesitzer. Er nimmt Brambillas Pistole, Kaliber 40, die das Opfer am Gurt trägt, drückt ab. Dann schleift er die Leiche übers Parkett, das sich mit Blut tränkt.
Die Beweislast ist erdrückend. Alberto A. gesteht die Tat schnell. Er führt die Beamten zum Kopf im Pizzaofen und zur Leiche im Abhang am Simplon. Auch sein Komplize Emanuele L. wird verhaftet. Motiv des Gruselmordes: Alberto A. hat Schulden.
Giacomo Brambilla hingegen besitzt mehrere Tankstellen, ist vermögend. Er fährt Ferrari – ist auch ein grosser Fan des Formel-1-Teams. Alberto A. leiht sich Geld. Der Tankwart will es zurück. Da bietet der Waffenhändler ihm den Verkauf der Waffenhandlung an. Und lockt Brambilla in die tödliche Falle.
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Alberto A. ist in Como bekannt, führt ein Waffengeschäft und arbeitet mit der Polizei zusammen. Jetzt wurde er zum Mörder von Giacomo Brambilla. (ZVG)