BLICK-Leser erlebte das Super-Puma-Drama Wir zogen vier Männer aus dem Wrack!

GOTTHARD-HOSPIZ - Er war auf dem Pass unterwegs, als der Super Puma abstürzte: C.H. zögerte nicht. Er rannte zum Wrack und half bei der Bergung der Besatzungsmitglieder.

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C.H.* war mit dem Auto auf dem Pass unterwegs, als er den Super Puma am Gotthard-Hospiz hat landen sehen. Dort seien eine Handvoll Leute aus dem Heli gestiegen. Als grosser Aviatik-Fan verfolgte er den Helikopter weiter und sah ihn im Rückspiegel wieder senkrecht hochsteigen. «Plötzlich flog er nach hinten weg, ich hab mich gefragt wieso», sagt H. Denn dort hatte es Hochspannungsleitungen.

 

Doch da war es schon zu spät – C.H. hörte nur noch einen lauten Knall. Sofort stoppte er sein Auto und rannte zum brennenden Wrack. «Für mich war völlig klar, dass ich helfen muss.»

Auch die ausgeladenen Passagiere seien zum Wrack gerannt. Zusammen hätten sie vier Männer durch die Heckluke des Super Pumas gerettet. Die Besitzer des Restaurants auf dem Gotthard-Hospiz seien mit Feuerlöscher zu Hilfe gerannt.

Ein Pilot (†) war Stadtrat von Illnau-Effretikon 

Die vier Männer seien alle verletzt gewesen. «Einer musste sogar reanimiert werden», sagt H. Ein anderer hätte eine grosse klaffende Wunde am Hals gehabt und verlor viel Blut. Ein weiterer sei am Knie verletzt gewesen. «Nur einer von ihnen kam mit Schürfungen davon.»

Für zwei Männer kam der Rettungseinsatz zu spät. Wie die Schweizer Luftwaffe heute Nachmittag bestätigte, sind die beiden Piloten beim Absturz ums Leben gekommen.

H. hat den Unglücksort nach etwa dreissig Minuten verlassen. «Ich konnte weiter nichts mehr tun.» Er ist noch immer sehr aufgewühlt. «Es nimmt mich sehr mit, dass es nach dem F/A-18 Absturz am Susten schon wieder einen Unfall der Luftwaffe gibt.»

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 28.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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4 Kommentare
  • Thomas  Müller , via Facebook 29.09.2016
    Ich frage mich wer die vierte Person war, wenn es diese überhaupt gibt. Das Militär spricht ja von zwei Piloten und einem Flughelfer.
  • Karl  Indergand aus Thalwil
    28.09.2016
    Nun wird das EMD wohl für den Kauf des selbstfliegenden Superpumas werben, der Stromleitungen beim Landen und Starten nicht übersieht.
    • Attilio  Hohl aus Altstätten
      29.09.2016
      Ihr Kommentar ist nicht nur peinlich sondern äusserst respekt- und pietätlos.
  • Daniela  Ponti 28.09.2016
    Ein Unglück kommt selten allein. Für Aldo Schellenberg, muss dieser Unfall besonders schwer sein, ich wünsche ihm und den betroffenen Angehörigen von ganzem Herzen viel Kraft.