Aviatikexperte zum Super-Puma-Drama Führte ein Rückwärts-Start zum Unglück?

GOTTHARD-HOSPIZ - BLICK fragt bei einem Aviatik-Experten nach der Absturzursache.

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Der Absturz eines Helikopters der Schweizer Armee auf dem Gotthard-Hospiz beschäftigt die Schweiz. In kürzester Zeit liessen nun mehrere Angehörige der Schweizer Armee bei Flugunfällen ihr Leben. 

BLICK fragte bei einem Helikopter-Experten mit zwanzig Jahren Berufserfahrung nach der möglichen Ursache. 

Die Besten der Besten

Der routinierte Pilot glaubt nicht an ein technisches Versagen des Super Pumas: «Die Fluggeräte gehören, wenn sie regelmässig gewartet werden, zu den technisch besten der Welt. Überall auf dem Globus werden die Erzeugnisse von Aérospatiale, der heutige Airbusgruppe, eingesetzt.»

Auch bei der Ausbildung der Piloten kann er keinen Fehler erkennen: «Lukas Rechtsteiner* wählt nur die Besten der Besten aus»!

Startverfahren rückwärts

Wie Armeechef Blattmann am Unfallort mitteilte, habe der Super Puma ein Stromkabel touchiert. Diese Aussage passt zur Analyse unseres Experten: «Es ist möglich, dass der Pilot den Start nach hinten durchführen wollte. Dabei könnte er das Kabel übersehen haben. Durch den Crash trennte sich der Heckrotor ab und es gab keine Kontrollmöglichkeit mehr», teilte der Helipilot mit über 5000 Flugstunden mit.

Todes-Flug im Auftrag der FranzosenDas Startverfahren der zweimotorigen Maschinen wird oft nach hinten ausgeführt. So soll ein Ausfall eines Triebwerkes besser abgesichert werden, da die Piloten auch bei einem Defekt das Fluggerät besser wieder kontrolliert auf den Boden bringen können. Besonders die Rega setzt bei Starts von Hochhäusern auf diese Option.

Grundsätzlich gebe es für solche hochtechnische Helikopter Kollisionswarnsysteme, die einen Alarm auslösten, wenn ein Gegenstand in die Quere komme. Sogar bei einem Kabel sollte der Warnton erklingen. Die Frage sei, ob die Super Pumas des Militärs mit dieser hochsensiblen Variante des Warnsystems ausgerüstet seien.

*Ausbildungschef der Schweizer Luftwaffe

Publiziert am 29.09.2016 | Aktualisiert am 29.09.2016
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3 Kommentare
  • John  Doe aus Aarau
    29.09.2016
    "Die Frage sei, ob die Super Pumas des Militärs mit dieser hochsensiblen Variante des Warnsystems ausgerüstet seien."

    So viel zum "Aviatikexperten".
  • Peter  Myer aus Langenthal
    29.09.2016
    Sorry Sven Forster aber Lukas Rechsteiner ist NICHT ausbiildungschef der Armee!!! Er ist Chefpillot der Super Puma Flotte! Ein grosser Unterschied..
  • Susan  Köhli , via Facebook 29.09.2016
    Was für ein Theater in diesem Fall wieder gemacht wird. Der Pilot hat ein Stromkabel übersehen ( welches er bei derLandung scheinbar gesehen hat) und ist damit kollidiert. Menschlicher Fehler. Rückwärtsstarts sind Routine. Mein Beileid den Angehörigen. Schreckliche Sache.