2,5 Tonnen Wasser pro Löschflug So kämpft die Armee gegen das Misox-Feuer

MISOX GR - Seit gestern Abend brennt es im Bündner Südtal Misox. Wie der Waldbrand ausgelöst wurde, ist noch unklar. Zivile Löschhelikopter und Super Pumas der Luftwaffe stehen im Einsatz.

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Im Kanton Graubünden und im Tessin brennt es seit gestern Abend an zwei Orten (BLICK berichtete). Im Misox wüten die Flammen derzeit auf einer Fläche von rund 90 Fussballfeldern. Das Feuer hat sich im Verlauf des Morgens vom Tal den Hang hinauf ausgeweitet – Häuser und Dörfer sind aber nicht in Gefahr. 

Seit dem frühen Morgen kämpfen bei Soazza drei zivile Helikopter der Heli Rezia und drei Super Pumas der Schweizer Armee gegen die Flammen. Dies, weil es im schwer zugänglichen Gelände nicht möglich ist, vom Boden aus zu löschen. 

Die Super Pumas der Armee starteten von Dübendorf ZH und Alpnach OW her. Pro Flug können sie jeweils 2,5 Tonnen Wasser fassen und abwerfen. Wie das SRF schreibt, wurden bereits in der Nacht auf einem Fussballfeld Löschbecken eingerichtet.

Starker Wind und Hochspannungsleitungen erschweren Arbeit

Trotzdem sagt Einsatzleiter William Kloter (32) zu BLICK: «Wir gehen davon aus, dass der Brand nicht so schnell gelöscht werden kann.» Dazu müssen später in Handarbeit immer wieder Feuernester gelöscht werden. Genügt der Einsatz mit den Löschhelikoptern nicht, wird später zusätzlich eine Löschwand eingerichtet. Die Strategie der Feuerbekämpfer: Die Flammen am Berg von oben her mit den Superpumas eingrenzen.

Starker Wind und zwei Hochspannungsleitungen erschweren den Einsatz zusätzlich, auch wenn Kloter sagt, dass der Strom abgestellt werden konnte. Am Gotthard war im Sommer ein Super Puma der Armee in eine Stromleitung geflogen und abgestürzt – beide Piloten starben (BLICK berichtete).

Die Feuerwehren von Calanca, Misox und Roveredo sind heute mit 50 Menschen im Einsatz. Das Feuer frisst sich am Vormittag den Hang hinauf und bedroht einige unbewohnte Maiensässe am Hang.

Hauptstrasse wieder offen

Im Misox ist der Verkehr am Mittwochnachmittag trotz des Waldbrandes wieder teilweise ins Rollen gekommen. Nach der totalen Blockade konnten Autos und Lieferwagen die Hauptstrasse befahren, nicht aber Lastwagen. Nach wie vor gesperrt ist die Autostrasse A13, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte.

Im Bündner und im Tessiner Brandgebiet herrscht grosse Trockenheit. Die Gebiete sind von den Behörden mit einem absoluten Feuerverbot im Freien belegt worden. (stj/sda)

Publiziert am 28.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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1 Kommentare
  • Thomas  Zürcher 28.12.2016
    Immer wieder debattiert man in der Schweiz seit Jahren über Sinn und Unsinn unserer Armee.Hier zeigt es sich wieder einmal, dass die Armee schnell und effektiv Einsatzbereit ist auch in Friedenszeiten und der Zivilbevölkerung helfen kann.Ein grosses Dankeschön den Armeeangehörigen für ihren unermüdlichen Einsatz.