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Den Sozialhilfeempfängern wird auf die Finger geschaut. Das Pilotprojekt, das in Bern startete, ist mittlerweile schweizweit durchgesetzt – und funktioniert erfolgreich (Blick.ch berichtete): Die Tessiner Sozialinspektorin hat in ihrem ersten Amtsjahr 18 Fälle von Missbrauch der Sozialhilfe aufgedeckt.
Zumeist handelte es sich um Schwarzarbeit, verheimlichte Vermögenswerte oder nicht korrekte Angaben zur familiären Situation.
Drei Sozialhilfe-Sünder wurden verzeigt
Aufgrund der Ermittlungen haben die Behörden beschlossen, den betroffenen Personen die Beiträge um insgesamt 200000 Franken zu kürzen, wie die Tessiner Regierung heute mitteilt. Drei besonders dreiste Fälle wurden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Die Stelle einer Sozialinspektorin war im Oktober 2007 geschaffen worden, um Missstände im Sozialwesen aufzudecken. Zwischen April 2008 und Mai 2009 gingen bei der Sozialinspektorin 86 Anzeigen ein. (SDA/s5j)