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Staatsanwalt Robert Wallner dementierte in einem Communiqué einen spanischen Zeitungsbericht vom Sonntag, wonach ETA- Geheimkonten in Liechtenstein blockiert worden seien.
Die spanische Zeitung «El País» hatte berichtet, es seien aufgrund eines spanischen Ersuchens mehrere Liechtensteiner Konten gesperrt worden. Darauf hätten mehrere zehntausen Euro gelegen, die die ETA als so genannte Revolutionssteuer von baskischen Unternehmern erpresst habe.
Gemäss Wallner wurden die verdächtigen Gelder eines Spaniers aber von einer liechtensteinischen Treuhandfirma verwaltet. Der Spanier sei Erstbegünstigter der Stiftung gewesen, die die Treuhandfirma im März 1999 «über Auftrag einer Schweizer Bank» gegründet habe.
Verdächtige Zahlungen seien über das Schweizer Konto der Stiftung abgewickelt worden. In Liechtenstein seien weder Konten noch Vermögenswerte gefunden worden, betonte der Staatsanwalt.
Im August 2006 wurde der Mann gemäss Wallner in Spanien wegen des Verdachts verhaftet, an Erpressungen der ETA beteiligt gewesen zu sein. Kaum habe die Treuhandfirma von der Verhaftung ihres Kunden erfahren, habe diese die liechtensteinische Meldestelle für Geldwäscherei informiert.
Diese wiederum habe die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. «Die spanischen Behörden erlangten vom Sachverhalt bereits durch die liechtensteinischen Behörden im August 2006 Kenntnis», schreibt Wallner.
Ende 2006 habe Liechtenstein seine Untersuchung abgeschlossen und die Akten Anfang 2007 an die spanische Justiz übergeben. Das Dossier in Liechtenstein wurde gemäss Wallner jedoch nicht geschlossen; die Staatsanwaltschaft warte nun auf das Ende des Verfahrens in Spanien.
Ob es in der Schweiz Ermittlungen wegen der mutmasslichen ETA- Gelder gibt oder ob Konten gesperrt wurden auf Ersuchen Spaniens, war am Montagabend nicht zu erfahren. (SDA)
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Ein ETA-Mitglied (r.) bei seiner Verhaftung. (AP)