«Technische Unregelmässigkeiten» Swiss-Passagiere auf Mallorca gestrandet

PALMA DE MALLORCA (SPANIEN) - BLICK-Leserin Daniela K. (48) muss unfreiwillig einen Tag länger auf der Ferieninsel bleiben – am meisten ärgert sie sich aber über den Informationsmangel.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach dem Sturmtief kommt jetzt der Schnee Egon der Wüterich
2 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
3 Der leichtere Weg zum Schweizer Pass Jede vierte Einbürgerung ist...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
34 shares
19 Kommentare
Fehler
Melden

Gestern Morgen um 9 Uhr am Flughafen Palma de Mallorca: Daniela K. (48; Name geändert) will mit dem Flug WK247/LX8247 der Swiss-Schwester Edelweiss Air zurück nach Zürich fliegen. Die Passagiere sitzen bereits in der Maschine und warten auf den Abflug. Doch die Wartezeit wird länger als erwartet.

Schliesslich müssen alle Passagiere wieder aussteigen. Die nächsten sieben Stunden verbringen sie am Flughafen von Palma, ohne zu wissen wie es weitergehen soll. Dann wird endlich klar: Der Flug ist annulliert.

Mit dem Versprechen auf einen neuen Flug um 2 Uhr in der Nacht, werden die Passagiere in ein Hotel gebracht. Doch als die circa 100-köpfige Gruppe zur abgemachten Zeit an der Rezeption bereit steht, stellt sich heraus, dass auch dieser Flug nicht stattfinden wird.

Ärgerlicher Informationsmangel 

BLICK-Leserin Daniela K. ist empört: «Wir wurden ohne jegliche Information zurückgelassen», sagt sie. Man habe in jener Nacht lediglich vom Hotelpersonal erfahren, dass es ab 8 Uhr Frühstück gebe. 

Sie habe mehrmals erfolglos versucht, die Swiss von Palma aus zu erreichen. Auch der Sohn in der Schweiz habe keine Informationen von der Fluggesellschaft erhalten. Daniela K. bleibt während dem ganzen Abenteuer in Ungewissheit.

Am nächsten Tag entscheidet sie sich, auf einen anderen Swiss-Flug umzubuchen und geht nochmals in der Stadt spazieren. Als sie ins Hotel zurückkommt, sieht sie einige Busse bereitstehen und erfährt, dass ein Ersatzflug für die gestrandeten Passagiere organisiert wurde.

Daniela K. überkommt ein erneuter Anflug von Ärger. «Ein lausiger Service», empört sie sich. Es sei inakzeptabel, dass sie nur per Zufall vom neu organisierten Flug erfahren habe. Man habe lediglich auf dem Hotelzimmer angerufen und nicht einmal ein E-Mail geschrieben.

Swiss bedauert den Vorfall

Die Swiss bestätigt den Vorfall auf Anfrage von BLICK. Vor dem Abflug seien «technische Unregelmässigkeiten festgestellt worden», sagt Mediensprecherin Meike Fuhlrott. Weil die Beschaffung eines Ersatzteils mehr Zeit in Anspruch genommen habe, als ursprünglich angenommen, habe der Flug annulliert werden müssen.

«Bedauerlicherweise ist es nicht gelungen, alle Passagiere im gewünschten Zeitrahmen auf andere Verbindungen umzubuchen, da die Flüge aufgrund der Herbstferien aktuell ausserordentlich stark ausgelastet sind», sagt Fuhlrott weiter. Deshalb habe man auch den Zusatzflug am nächsten Tag organisiert.

Mit ca. 30 Stunden Verspätung hebt Daniela K. schliesslich in Palma de Mallorca ab. Sie hofft nun, dass sie wenigstens den zusätzlich gebuchten Flug zurückerstattet bekommt. (vac)

Publiziert am 10.10.2016 | Aktualisiert am 13.10.2016
teilen
teilen
34 shares
19 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

19 Kommentare
  • Annemarie   Setz 11.10.2016
    Habe ähnliches erlebt: Flug Qatar Airways: Check in. Warten im Flugzeug, nach einiger Zeit aussteigen, dann wieder einchecken, nachts halb 12 nochmals aussteigen, Check out. In ein Hotel in Kloten. Kein Getränk mehr erhältlich. Morgens um neun erneut zum Flughafen. Check in, warten, warten, warten. Info gleich null. abends um 7 Info: Flieger fliegt nicht, Ersatz auch nicht. Reise nach Burma also gestrichen. Angebot: Ein andermal fliegen. Abgelehnt. Kann also überall passieren, nicht nur Swiss.
    • Pierre  Koella 11.10.2016
      Warum soll man als Schweizer noch mit der Swiss fiegen ? Diese einst gute Kompagnie macht och ständig nur noch negativen Schlagzeilen. Also Swiss vergessen und mit österreichischen oder südkoreanischen Gesellschaften fliegen !
  • Richard  Fischer 11.10.2016
    Wir müssen noch mehr ehemals gute Gesellschaften an kapitalkräftige Ausländische Unternehmen und Unternehmer verkaufen, dann kommt alles GUT. die "SWISS" , das ist die Deutsche Lufthansa. Punkt.
    Das war ein SUPER-Geschäft unserer inkompetenten Regierung, die SWISSAIR-Firma für 70 Millionen Franken zu verkaufen. Lufthansa war nicht so blöd und hat seither über 500 Millionen Gewinn gemacht. Nur die Pensionskassen und Aktionäre und auch Obligationäre von Swissair, die hatten das grosse Nachsehen
  • Hans-Erich  Fiechter aus Langenthal
    11.10.2016
    Da Lob ich mir die Reisegesellschaften ! Nach 72 Flügen Gran Canaria und zurück haben wir nur einmal Probleme mit der Flugzeit gehabt, und die Information durch die Reisegesellschaft funktionierte bestens. Man kann über Pauschalreisen sage was man will, die Reisegesellschaft sei es Hotelplan, ITSCOOP, TUI etc. ist stets bemüht, dass alles klappt. Aber eben, einen Flug buchen nur weil er billiger ist, eine Hotelreservation zum Tiefstpreis, und dann reklamieren ....Selber schuld !
  • Ralf  Zuber aus Wil
    11.10.2016
    Unbedingt Entschädigung einfordern, das gilt auch für die Swiss! Der Betrag ist nicht unerheblich. Es gibt Agenturen, die sich darum kümmern, einfach mal suchen.
  • Franz  Maino 11.10.2016
    Ein weiterer Grund mehr, nicht mit der Swiss zu fliegen und zu buchen. Zu teuer und lausiger Service in allen Belangen!
    • Othmar  Kamm aus Schafisheim
      11.10.2016
      @ Franz Maino, das ist nicht ein Grund nicht mit der Swiss zu fliegen, denn es kommt bei allen Fluggesellschaften vor. Mir selber ist das schon Mal passiert und nie bei der Swiss. Bei Swiss wurde ich mal gratis umgebucht in Klasse, da mein reservierter Platz verkauft werden konnte.