TCS will schärferen Grenzwert

  • Aktualisiert am 09.01.2012

BERN – Mehr Mobilität und neue Grenzwerte für Feinstaubpartikel fordert der TCS. Filterpflicht für zugelassene Dieselautos und Temporeduktionen lehnt er dagegen ab.

Anfang Jahr war Feinstaub in aller Lungen und heiss diskutiertes Thema. Inzwischen hat sich der Wirbel um die schädlichen Staubpartikel gelegt. Bund und Kantone wollen griffige Massnahmen. Eine Filterpflicht für neue Dieselfahrzeuge soll kommen. Punkt.

Doch jetzt greift der Touring Club Schweiz (TCS) die Diskussion wieder auf. So stellt sich der grösste Verkehrsverband gegen Temporeduktionen und gegen die Nachrüstung von Dieselautos mit Partikelfiltern. Das bringe nur wenig und koste viel, argumentiert der TCS. Sollte der Bund trotzdem Filter für bereits zugelassene Autos verordnen, müsse auch der Bund dafür bezahlen.

Stattdessen fordert der TCS zusätzlich zum heutigen Grenzwert für Staubpartikel bis zehn Mikrometer (PM 10) eine neue Messmethode, die auch feinste Partikel von nur noch 2,5 Mikrometer (PM 2,5) erfasst.

Vor allem Dieselmotoren stossen besonders viele dieser Kleinst-Partikel aus. Vorteil: Der neue Grenzwert entspricht EU-Vorschriften und gibt Hinweise auf die Verursacher, so der TCS.

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