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Swissmedic veröffentlichte heute mit Blick auf die erwartete Schweinegrippe-Pandemie Empfehlungen für die Anwendung von Grippemedikamenten.
Das Heilmittelinstitut Swissmedic lässt das Grippemittel Tamiflu dabei für Schwangere und weniger als ein Jahr alte Kinder nicht generell zu. Es will jedoch auch diesen Bevölkerungs-Gruppen eine Behandlung mit dem Medikament ermöglichen. Deshalb empfiehlt Swissmedic Abklärungen des behandelnden Arztes.
Werden Schwangere mit Tamiflu oder Relenza behandelt, muss der Arzt Nutzen und Risiken für jeden einzelnen Fall abwägen. Experimente mit Tieren und begrenzte Erfahrungen hätten gezeigt, dass bei Schwangeren und Stillenden im Einzelfall der Nutzen der Medikamente grösser sein könne als die Risiken, schreibt Swissmedic.
Tamiflu ist für über einjährige Kinder zugelassen, kann gemäss den Empfehlungen von Swissmedic aber dennoch an Babys verabreicht werden, wenn ein Arzt zuvor Nutzen und Risiken für das Kind abgewogen hat. Das Heilmittelinstitut empfiehlt aber ausdrücklich Zurückhaltung bei der Abgabe des Medikaments an Kinder.
Bei bis zu drei Monate alten Babys muss eine Tamiflu-Behandlung zudem zwingend medizinisch überwacht werden. Bei unter einjährigen Kindern sollte die Überwachung laut Swissmedic wenn möglich gewährleistet sein.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Krankenkassen die Behandlung mit Tamiflu ab 1. August in gewissen Fällen übernehmen müssen (Blick.ch berichtete). Das Medikament ist kassenpflichtig, wenn Kranke im Spital behandelt werden sowie bei Chronischkranken, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen, Kindern und allen über 65-jährigen Menschen. (SDA)