Swiss gibt Fehler am Flughafen Genf zu «Haben easyJet unterschätzt»

Die Fluggesellschaft Swiss hat nach Angaben ihres Westschweiz-Chefs Fehler gemacht in ihrem Bemühen, ihre Stellung am Flughafen Genf-Cointrin auszubauen. Laut Lorenzo Stoll hat Swiss die Konkurrenz von Platzhirsch easyJet unterschätzt.

Swiss gibt Fehler am Flughafen Genf zu: Haben Easyjet unterschätzt play
Die Swiss-Flugzeuge bleiben vorerst präsent in Genf, aber wie lange noch? (Archivbild) KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

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«Wir wollten zu schnell zu viel», sagte Stoll in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin». Die Schwierigkeit, die eigene Marke jener von easyJet entgegenzustellen, sei unterschätzt worden. easyJet ist in Genf-Cointrin mit über 43 Prozent Marktanteil die mit Abstand grösste Airline. Swiss hat einen Anteil von 15 Prozent, British Airways folgt mit 4,7 Prozent.

Vor einer Woche wurde bekannt, dass der deutsche Lufthansa-Mutterkonzern überprüft, ob Genf künftig von der österreichischen Billigtochter Eurowings bedient werden solle. Ein Entscheid soll aber erst in zwei bis drei Jahren fallen; Swiss bleibt vorerst in Genf. Swiss wollte in Genf Anfang 2017 schwarze Zahlen schreiben. Die Pläne wurden ein Jahr nach hinten geschoben.

Der Ausbau des Swiss-Netzes in Genf sei zu rasch vorangeschritten, sagte Stoll weiter. Ohne neue Flugzeuge einzusetzen, sei die Zahl der Routen von 13 auf 42 gewachsen. Künftig sollen noch rund 30 Destinationen angeflogen werden - teilweise mit erhöhten Frequenzen. Bessere Geschäftszahlen erhofft sich Swiss auch durch den Einsatz der spritsparenden Bombardier-Flugzeuge ab dem kommenden April.

Mit einem Potenzial von 25 Millionen Passagieren im Jahr 2030 sei der Flughafen von fundamentaler Wichtigkeit und den Standort zu verlassen, sei nicht «denkbar», sagte Stoll weiter. Doch es sei möglich, dass dereinst eine andere Fluggesellschaft den Betrieb übernehme, räumt er ein. (sda/sac)

Publiziert am 29.08.2016 | Aktualisiert am 29.08.2016
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6 Kommentare
  • Pierre  Koella 29.08.2016
    Seit die Swissair SWISS heisst und dank der Flügel der Lufthansa fliegt, ist nichts mehr gutes an ihr. Viele Schweizer boikotiren die Swiss weil sie immer wieder zu Schlagzeilen sorgt. Darum: Schafft die Swiss ab ! Dann wird eine neue, 100 Prozent schweizerische Kompagnie gemacht die ALLE drei Flughäfen bedient. Resltat: Dann fliegen wieder mehr Gäste mit und dann muss auch ich ab Genf nicht mehr mit einer arabischen Gesellschaft fliegen und neben schwarzen Burkamumien sitzen...
  • Albert  Augustin aus Gelterkinden
    29.08.2016
    Na "Bravo", das ist indirekt die "Erbschaft" der sog. "Wirtschaftselite" wie Mühlemann, Ospel und Consorten, "Nieten in Nadelstreifen" die heute auf dem Golfplatz ihren gesicherten Reichtum zur Schau stellen, natürlich diskret wie es für so abgehalfterte Banker gehört !
  • Joe  Black 29.08.2016
    Gute Idee Lufthansa...Basel gehört ja sowieso schon nicht mehr zur Schweiz und wird nicht mehr von Swiss bedient, jetzt kann man dasselbe mit Genf machen. Offensichtlich gehört in den Augen der Deutschen nur noch Zürich zur Schweiz.
    Ich habe mich entschieden ich boykottiere einfach Swiss und fliege wenn es sein muss lieber über Timbuktu zu meiner Enddestination als diese Airline ab Zürich zu benutzen.
    • Dominik  Reber 29.08.2016
      Nur nicht zu viel heulen, auf Sie kann die Swiss verzichten.
      Leute, die eh nur für 100.- rund um die Welt fliegen wollen und dafür alles erwarten...
    • Joe  Black 29.08.2016
      @Dominik Reber: Ich will gar nicht für 100.- rund um die Welt fliegen...sicher nicht, sondern frage ich mich wieso ich eine Swiss unterstützen soll, deren deutschen Führung die Städte Basel (in deren Nähe ich nun mal wohne) und Genf offensichtlich nicht schweizerisch genug erachten um diese weiterhin durch die schweizerische Fluggesellschaft zu bedienen.
      Wenn ich Eurowings fliegen muss, dann kann ich die Lufthansa Gruppe durch Easyjet ersetzen ist selbes Niveau(Ausser beim Preis)
    • Max  Huber 29.08.2016
      Man will überall hinkommen, wie ein König behandelt werden, aber bloss nicht zu viel bezahlen....seit Fliegen Jedermanns Sache geworden ist wird auch entsprechend viel gemeckert. Na dann viel Spass, wenn Sie einen Wochenendausflug nach London, Berlin, Paris, Barcelona oder Stockholm via Timbuktu planen müssen.