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Solange alt Bundesrat Christoph Blocher (68) in seinen USA-Ferien weilte, schonte die SVP ihren angeschlagenen Nationalrat Peter Spuhler (59, TG) noch. Als die Parteispitze am Donnerstag vor die Medien trat, um ihr Konzept gegen die Finanzkrise zu präsentieren, fielen die Begriffe «Spuhler» und «UBS» kein einziges Mal.
Nur der Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi (61) liess bereits vor einer Woche durchblicken, was aus den Reihen der SVP noch alles auf Spuhler zukommen wird, weil er von 2004 bis Oktober 2008 im UBS-Verwaltungsrat sass. «Mit diesem Mandat verkörpert er die Verfilzung von Politik und Wirtschaft, die unsere Partei stets bekämpft hat», schimpfte Bortoluzzi im «Tages-Anzeiger» über Spuhler. Und weiter: «Ich befürchte, die SVP wird jetzt für die Krise der Grossbank mitverantwortlich gemacht. Dabei gibt es keinen Fall SVP, es gibt nur den Einzelfall Spuhler.»
Jetzt ist Blocher zurück, hat das Ruder in seiner Partei wieder übernommen – und übt Kritik am Parteikollegen und Rivalen: «Peter Spuhler hat da ein Problem. Er war im UBS-Verwaltungsrat und der hat versagt.»
Auch SVP-Präsident Toni Brunner (33) sagt jetzt: «Peter Spuhler muss die Verantwortung für sein Handeln tragen.»
Die Parteiführung geht auf Distanz zu Spuhler und rächt sich damit auch für Spuhlers Widerstand gegen Blocher. An der SVP-Fraktionssitzung Ende September hatte der Bahnunternehmer Stimmung gemacht gegen den Plan der SVP-Spitze, Blocher wieder als Bundesratskandidaten zu lancieren. Ein SVP-Nationalrat sagt: «Spuhler ist auf dem Pannenstreifen. Damit ist er als Rebellenführer erledigt.»
SonntagsBlick weiss: Christoph Blocher war sich seit langem des Risikos bewusst, das von Spuhler als UBS-Verwaltungsrat ausging. Als die SVP im Januar die Parteispitze neu besetzte, wollte auch Spuhler einen Posten als Vizepräsident. Davon wollte Blocher, der ein Duzfreund von Ex-UBS-CEO Marcel Ospel (58) ist, nichts wissen.
Peter Spuhler selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.