Politbarometer SVP bricht ein - Bundesratsparteien legen zu

  • Publiziert: 12.10.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Der Oppositionskurs kommt bei den Wählerinnen und Wählern offenbar nicht gut an. Die SVP verliert fast 5 Prozent der Stimmen. Und auch der Bundesrat verliert Wählergunst.

Eine Umfrage der «SonntagsZeitung» zeigt: Die SVP hat viel Wählergunst verloren. Sie kommt nur noch auf 24,2 Prozent der Stimmen. Bei den Wahlen vor einem Jahr hatte die Volkspartei noch historische 29 Prozent erreicht.

Nicht alle der verlorenen Stimmen wandern jedoch zur abgespaltenen BDP ab. Diese kommt bloss auf 2,2 Prozent. Zulegen konnten vielmehr die Bundesratsparteien – wenn auch nur leicht.

Der Stimmenanteil der SP stieg von 19,5 Prozent bei den Wahlen 2007 auf 20,1 Prozent im Oktober 2008. Die FDP legte um 0,4 auf 16 Prozent zu, die CVP um 0,8 auf 15,4 Prozent. Ebenfalls leicht im Plus sind die Grünliberalen, während die Grünen bei 9,6 Prozent stagnieren.

Schmid stürzt ab
Die Umfrage ermittelte auch die Beliebtheit der Bundesrats-Mitglieder. Richtiggehend abgestürzt in des Volkes Gunst ist BDP-Bundesrat Samuel Schmid. Noch im vergangenen März war er als beliebtester Mann in der Regierung auf 67 Prozent gekommen. Heute sind es gerade noch 43 Prozent.

Die rote Laterne trägt wie üblich Bundespräsident Pascal Couchepin, den nur jeder dritte Befragte in einer wichtigen politischen Rolle sehen möchte.

Die Spitzenplätze belegen traditionsgemäss die Frauen: Doris Leuthard mit 78 Prozent, Eveline Widmer-Schlumpf mit 65 Prozent und Micheline Calmy-Rey mit 58 Prozent Zustimmung. (sda)

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