Super-Puma-Absturz Die Allzweckwaffe für fast 30 Millionen

Die Schweizerische Armee hatte bisher 26 Super Pumas und Cougar-Helikopter im Einsatz. Schon 2011 war ein Armeehelikopter abgestürzt.

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Die Schweizer Armee hat aktuell 26 Super-Puma- und Cougar-Helikopter in Verwendung. 15 Helikopter sind Super Pumas mit den Baujahrgängen 1987 und 1989. Daneben verwendet die Armee elf sogenannte Cougars, die seit 2001 im Einsatz stehen.    

Beide Modelle bieten jeweils Platz für zwei Piloten und 18 Passagiere oder maximal vier Tonnen Ladung. Die Super Pumas können eine maximale Geschwindigkeit von 278 km/h erreichen und bis auf bis zu 5,6 Kilometern Höhe fliegen. Die Cougars erreichen gar bis zu 300 km/h. Ein solcher Helikopter wiegt leer ungefähr fünf Tonnen. 

Wirkungsvolles Transportmittel

1987 hatte die Schweiz erstmals beim französischen Hersteller Aérospatiale (heute Airbus Helicopters) drei Super Pumas bestellt. Kaum waren die ersten Maschinen ausgeliefert, wurde die Schweiz von schwersten Unwettern heimgesucht.

Dabei erwies sich der Super Puma als wirkungsvolles Transportmittel. Deshalb bestellte die Armee 1989 zwölf weitere Super Pumas nach. Der weltweit eingesetzte Transporthelikopter bewährte sich seit her bei verschiedensten Einsätzen und wird auch zu friedensfördernden Zwecken eingesetzt. 

Im Rahmen des Rüstungsprogramms 1998 kaufte die Schweiz nochmals zwölf ähnliche Transporthelikopter für 320 Millionen Franken. Da diese Maschinen technisch weiterentwickelt waren, erhielten sie den Namen «Cougar». Der letzte dieser Cougars startete 2002 zu seinem Jungfernflug. 

Absturz und Modernisierung

Am 30. März 2011 stürzte ein Cougar im Maderanertal ab. Damals befanden sich drei Menschen an Bord, zwei wurden schwer verletzt. Deshalb hat sich der Bestand an Super Pumas und Cougars auf 26 verringert.

Schon im August 1999 war es zu einem Zwischenfall mit einem Super Puma gekommen. Der Helikopter hatte bei der Landung unkontrolliert den Boden berührt. Dabei wurde ein Armeeangehöriger leicht verletzt und die Maschine beschädigt. 

Die Super Pumas wurden – wie im Rüstungsprogramm 2006 beschlossen – in den letzten Jahren durch die RUAG Aviation umfassend modernisiert. Seitdem können die Super Pumas an den gut sichtbaren, nach unten zeigenden schwarzen Antennen am Heckausleger erkannt werden. (pfc)

Publiziert am 28.09.2016 | Aktualisiert am 07.10.2016
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  • rolf  sulzer 28.09.2016
    "Allzweckwaffe", wo hat Blick diesen Käse ausgegraben. Der wird von jeder modernen, um ein vielfach billigeren Drone kalt gestellt. Das ist ein sehr teurer komfortabler Transporter und hat keine Chancen gegen moderne Kampfwaffe, aber immer noch gut genug für die "weltbester Armee",