Stromopfer aus Erstfeld UR Automaten-Klaus schlägt zurück

ERSTFELD - Klaus Herger (56) alias Automaten-Klaus sorgt sich um seinen guten Ruf. Er sagt, es treffe ihn keine Schuld am Stromschlag von Robert Planzer (43).

Klaus Herger im Restaurant La Chicca, Erstfeld UR play
Klaus Herger hat den defekten Schalter sofort repariert. M. Christen

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Wer im Kanton Uri einen gewissenhaften Handwerker und Monteur sucht, ist bei Klaus Herger (56) an der richtigen Adresse. Der Büezer ist bekannt dafür, dass er alte Immobilien wieder in Ordnung bringt und Spielautomaten repariert. Einheimische nennen ihn auch liebevoll Automaten-Klaus. Ihm ist eines wichtig: sein guter Ruf.

Darum will er klarstellen, dass ihn keine Schuld am Stromschlag von Robert Planzer (43) treffe. Der hatte im Dunkeln der Toilette des Restaurants La Chica in Erstfeld UR nach dem Lichtschalter getastet. In der Wand war aber nur ein Loch, aus dem zwei Drähte ragten. Planzer bekam die volle Ladung aus einer 230-Volt-Steckdose ab. Für Planzer stand der Schuldige schnell klar: «Automaten-Klaus hat am Lichtschalter herumgepfuscht.»

Unbekannte Vandalen waren am Werk

Dieser lässt die Behauptung aber nicht auf sich sitzen. Monteur Herger sagt: «Mit meiner Arbeit hatte das nichts zu tun.» Denn er wurde erst nach dem Unfall gerufen. Zuvor hatte er nicht am Schalter hantiert. «Das war das Werk von Vandalen», so Herger. Diese hätten den Schalter fies präpariert. Unbekannte legten die elektrischen Drähte absichtlich frei und hätten sie sogar aus der Wand gezogen. Das Resultat: eine gefährliche Falle!

«Ich entfernte umgehend die Drähte, ohne dass ich – wie angetönt wurde – während der Arbeit eine Kafipause machte», sagt Klaus Herger. Er liess wegen des Notfalls sogar das Mittagessen mit der Familie ausfallen. Denn der Fachmann weiss aus Erfahrung: «Mit Strom ist nicht zu spassen.» Deshalb stellte er das Licht so ein, dass es permanent brennt.

Dank Automaten-Klaus ist die Herrentoilette wieder sicher. Im La Chica können sich die Gäste wieder unbesorgt erleichtern. Und: Künftig wird der manuelle Lichtschalter durch einen Sensor ersetzt. So will man verhindern, dass sich der Vorfall wiederholt.

Publiziert am 25.09.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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9 Kommentare
  • Pietro  Morettini aus Andermatt
    26.09.2016
    Naja, bei der Kundschaft die in diesem Laden ein und ausgeht, möchte ich Vandalismus nicht ausschliessen. Das Ganze ist doch irgendwie peinlich, meine Herren Landsleute. Ein Hobbystromer gegen einen Hobbysicherheitschef. Habt ihr nichts Besseres zu tun? Müssen solche Leute wie Ihr, den Kanton Uri immer wieder im schlechten Licht erscheinen lassen, so dass die übrige Schweiz das Gefühl bekommt, hier leben nur schwache Kerzli auf der Torte oder nicht die knusprigsten Chipsli in der Tüte? Oddio!
  • Harry  Held 26.09.2016
    Er liess sogar das Mitagessen mit der Familie ausfallen.

    Lang lebe unser Lokalheld!
  • Margot  Annen aus Kaiseraugst
    26.09.2016
    Wenn das Vandalismus war und das glaube ich Herr Heger,dann ist das kein Jux mehr,das ist vorsätzlich und es hätte jemand sterben können.Diese Sache gehört polizeilich ,sofort untersucht.
  • Ivan  Huber aus Hombrechtikon
    26.09.2016
    Ich glaube dem Automaten Klaus. Kenne ihn zwar nicht persönlich aber ich glaube ihm.
  • michael  przewrocki aus basel
    26.09.2016
    Bei uns im Wäsche-Trockenraum kürzlich erlebt. Im Dunkeln alten Schalter umgekippt beim Hineinlaufen. Grosser Schreck-Gehäuse am Boden in zwei Teile abgeschlagen. Polizei wurde informiert!