Streit zwischen Bewohnern endet blutig Tod in der WG

ZÜRICH - F. M. wollte ausziehen – jetzt ist die Französin tot. Ein Mitglied ihrer Zürcher Wohngemeinschaft wurde festgenommen.

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Vor zwei Monaten zog die Französin F. M.* († 28) in den Zürcher Kreis 8. In dem ruhigen Zürcher Quartier lebte sie zusammen mit A. D.* (32). Die Wohngemeinschaft war ihr Schicksal: Am Dienstag fand die Polizei die ­Französin tot in der WG. Ihr Mitbewohner sitzt in Haft.

«Die beiden haben oft laut gestritten», sagen Nachbarn. «Im August musste die Polizei ausrücken, um die Situation zu beruhigen.» Warum die Mitbewohner derart aneinandergerieten? «Er sagte, sie habe ihn geschlagen», berichten die Anwohner. «Sie erzählte uns, sie habe in Notwehr gehandelt.» D. sei sehr aufdringlich gewesen. «Die beiden waren kein Paar. Trotzdem wollte er sie unter Kontrolle haben. Fragte ständig, wo sie hin­gehe und mit wem.» Einmal habe er versucht, sie zu küssen. «Obwohl sie nichts von ihm wollte.»

Die Nachbarn boten an, die Frau aufzunehmen. «Leider wollte sie keine Hilfe annehmen und die Prob­leme selber lösen.» M. stand auf ­eigenen Beinen: «Sie hatte in Frankreich studiert», sagen die Anwohner. In Zürich fand sie einen Job als IT-Beraterin. «Sie war sehr intelligent und fleissig, kam jeden Abend spät von der Arbeit nach Hause.»

Ganz anders ihr Mitbewohner D. «Soweit wir wissen, hatte er keinen Job. Er war jeden Tag zu Hause.» Und fand wohl trotzdem keine Zeit, zu putzen. «Die Wohnung war schmuddelig, im Treppenhaus hat es gestunken.»

Dies und die ständigen Streitereien waren der jungen Frau offenbar irgendwann zu viel. «Sie erzählte uns, dass sie eine neue Wohnung suche.» Doch am Montag kam es erneut zu ­einer wüsten Ausei­nandersetzung. Bis um halb eins in der Nacht habe der Krach laut Nachbarn angedauert. «Dann war es schlagartig still.»

Hat der Schweizer die Französin umgebracht? Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Erst am Dienstagabend sei der Hinweis eingegangen, dass eine Frau regungslos in ihrer Wohnung liege. «Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte nur noch der Tod der 28-jährigen Frau festgestellt werden», heisst es im Communiqué, man habe einen 32-jährigen Schweizer festgenommen. SonntagsBlick weiss: Er legte bisher kein Geständnis ab. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 25.09.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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2 Kommentare
  • Susanne  Reich 25.09.2016
    Dieser Herr hat - beim gewünschten Auszug seiner WG-Partnerin - vermutlich seine Felle davonschwimmen sehen. Da er kein Einkommen hatte, trug wahrscheinlich das Opfer die ganzen Kosten.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    25.09.2016
    Wenn er schon nichts zu tun hat den lieben langen Tag, hätte er ja zum Küssen in den Kreis 4 rübergehen können. Sie hätte besser ihre Zimmertür verriegeln sollen und gleich nach der ersten Zwistigkeit das Weite suchen sollen als in der schmuddeligrn Wohnung bleiben