Strassburg fällt Urteil Raser Bljerim S. (36) muss Schweiz verlassen

STRASSBURG - Ein Mazedonier muss die Schweiz nach einem Raser-Delikt im Jahr 2000 definitiv verlassen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat seinen Rekurs abgewiesen.

Ausschaffung bestätigt: Raser Bljerim S. muss Schweiz verlassen play
Der EGMR hat gegen einen Mazedonier entschieden. WINFRIED ROTHERMEL

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Ausschaffung bestätigt: Raser Bljerim S. muss Schweiz verlassen play
So berichtete BLICK im Dezember 2004 über den Unfall.

Der mit neun Jahren in die Schweiz eingereister Mazedonier Bljerim S.* (36) muss die Schweiz nach einem Raser-Delikt im Jahr 2000 definitiv verlassen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht gegen das Recht auf Familienleben verstösst.

Der Mazedonier war 1989 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz gekommen. Mit knapp 20 Jahren heiratete er eine ebenfalls in der Schweiz niedergelassene Landsfrau, mit der er zwei Kinder hat.

Migrationsamt entschied bereits 2009

Nachdem er bereits früher straffällig geworden war, lieferte er sich im Oktober 2000 mit einem Bekannten ein Autorennen. Mit massiv übersetzter Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto knallte in die Fahrbahnbegrenzung und einen Kandelaber. Dabei wurde der Beifahrer so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb.

Das Obergericht verurteilte den Mazedonier dafür im Dezember 2004 wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. 2009 widerrief das Migrationsamt des Kantons Zürich die Niederlassungsbewilligung des Mazedoniers. (SDA)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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42 Kommentare
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 11.01.2017
    Komisch Plötzlich bekommt der Schweiz mehr Positive Urteilen aus Straßburg , hab sicher etwas zu tun mit der kommenden Abstimmungen in der Schweiz, diese EGM soll durch der Schweiz nicht mehr anerkannt werden.
  • Hansueli  Peterer 10.01.2017
    Da sieht man wieder wo unser Steuergeld verbrannt wird. Auch ist es traurig nur 5 Jahre für eine Tötung zu bekommen. Und wohin schaffen wird die Eidgenossen bei einem schweren Delikt aus?
  • Danilo  Lindake aus NEERACH
    10.01.2017
    Solange ein ausgewiesener in seinem Heimatland nicht an Leib und Leben bedroht ist, sollte auf Urteile in Strassbourg gar nicht mehr eingegangen werden. Es gilt in erster Linie uns und nicht die Täter zu schützen!
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    10.01.2017
    Was sollen die 17 Jahre? Da kommt doch noch die Haftzeit hinzu, bzw. muss abgezogen werden! Aber die Dauernörgler ignorieren halt auch die einfache Mathematik! Im übrigen hat jeder das Recht sein Anliegen bis in die höchste Instanz zu ziehen! Auch die Nörgler und seid froh, wenn es mal nötig ist, könnt Ihr das auch!
    • Susanne  Reich 10.01.2017
      Wenn sich manche Menschen besser über die Verfahren bei der Justiz informieren würden, könnten sie sich so manchen "Leerlauf" ersparen. Ein paar scheinen zu meinen, immer nur an die höhere Instanz. Klar haben sie das Recht dazu, doch es gibt Fälle, bei welchen es absolut nichts bringt. Besser vorher informieren und Kosten/Aufwand/Ärger vermeiden, z.T. auch diejenigen des Steuerzahlers. Bereits in der Schule sollte man die jungen Leute über unser Rechtssystem aufklären und Beispiele aufzeigen.
  • Bugi  Burgherr , via Facebook 10.01.2017
    Ich möchte nur eines wissen, was das all die Jahre gekostet hat und was geht das den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an? Ist es etwa ein Menschenrecht, in einem fremden Land kriminell zu werden?
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      10.01.2017
      Jeder Mensch der in Europa lebt hat das Recht diesen Gerichtshof zu bemühen, SIE auch, so auch der Typ, auch wenn das nicht allen passt, Recht ist Recht! Den Entscheid finde ich gut, es gibt nichts mehr daran zu rütteln.