Fall Roschacher Strafanzeige wegen Indiskretionen

  • Publiziert: 07.09.2007, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Die GPK sucht das Leck: Wegen den Indiskretionen über den Roschacher-Bericht und den «Komplott»-Unterlagen reichte sie noch am Mittwochabend Strafanzeige ein.

Der ereignisreiche Mittwoch in Bundesbern muss noch um eine Episode ergänzt werden: Die Geschäftsprüfungskommission (GKP) des Nationalrats hat an jenem Abend bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Es geht um die Indiskretionen über den Bericht des Gremiums zu den Strafverfolgungsbehörden des Bundes sowie über die Unterlagen zum angeblichen Komplott zur Absetzung von Bundesanwalt Valentin Roschacher, wie Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz in der «Neuen Zürcher Zeitung» sagte.

Damit dürfte die Einsetzung eines ausserordentlichen Staatsanwalts durch den Bundesrat nötig werden, kommt neben den GPK-Mitgliedern doch auch die Bundesanwaltschaft als Quelle der Indiskretionen in Frage. Ein Teil der angeblichen Komplott-Dokumente waren gestern in die Hände der SVP gekommen. Bankier Holenweger habe diese persönlich bei SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli vorbeigebracht (Blick Online berichtete). (AP)

play Lucrezia Meier-Schatz (CVP) während der Pressekonferenz zum GPK-Bericht. (Reuters)

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