«Stoppt das Geschäft mit dem Tod!»

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BERN – Die Schweiz darf kein Kriegsmaterial mehr exportieren, fordert eine neue Initiative. Im «Krieg gegen den Terror» brauche es eine neue Strategie.

Ein friedenspolitisches Bündnis hat am Freitag die Volksinitiative gegen Kriegsmaterial-Exporte offiziell lanciert. Diese will laut ihrer Website www.kriegsmaterial.ch das Geschäft mit dem Tod stoppen. Es sei gescheiter, die Armut zu bekämpfen als arme Länder aufzurüsten und Kriege zu nähren, sagte der Grüne Zuger Nationalrat und GSoA-Vorstand Josef Lang im Namen des Initiativkomitees.

Lang ist überzeugt: Die grosse Mehrheit der Bevölkerung wolle nicht, dass Schweizer Kriegsgerät direkt oder indirekt im Irak lande.

Zu den Auslösern des Volksbegehrens gehörte laut Ruth Genner, Präsidentin der Grünen, nicht zuletzt auch der Versuch des Bundesrates, ausgemusterte Panzer über die Emirate in den Irak zu senden.

Die neue Welle der Aufrüstung im Rahmen des so genannten «Kriegs gegen den Terror» sei verheerend, gerade für Entwicklungsländer, sagte SP-Nationalrat Remo Gysin (BS). Mit ihren Kriegsmaterial-Exporten bestärke die Schweiz die Regimes vieler Länder in der falschen Prioritätensetzung. So würden zum Beispiel Waffen in den Oman geliefert, einem Land, das mehr für die Armee ausgebe als für Bildung und Gesundheit zusammen.

Die Initiative

Die Volksinitiative «für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten» verlangt ein Exportverbot von Waffen und anderem Kriegsmaterial. Bis zum 27. Dezember 2007 müssen die Initianten die benötigen 100.000 Unterschriften zusammenbringen. Nebst der GSoA unterstützen auch die Grünen, die SP Schweiz, die Partei der Arbeit, die Jungsozialisten und verschiedene andere Gruppierungen das Vorhaben.

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