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Merz-Sprecherin Delphine Jaccard bestätigte am späten Nachmittag die Teilnahme des Schweizer Finanzministers. Die Tagung in Berlin soll die Diskussion rund um Massnahmen gegen unkooperative Steuerparadiese fortsetzten, die im Oktober in Paris losgetreten worden war.
Zuerst war noch nicht klar, ob Merz selber teilnehmen wird. Gründe für das Zögern nannte das Finanzdepartement auf Nachfrage von Blick.ch nicht.
Es ist kein Staatsgeheimnis, dass die Amtskollegen Merz und Steimnbrück das Heu nicht auf derselben Bühne haben. Denn Steinbrück hatte der Schweiz mit «Zuckerbrot und Peitsche» gedroht, sollte sie ihre Steuerpolitik nicht ändern. Nach dem G-20-Gipfel in London wurde die Schweiz zusammen mit den EU-Staaten Österreich, Luxemburg und Belgien auf eine «graue Liste» unkooperativer Staaten gesetzt.
Um wieder von der Liste gestrichen zu werden, muss die Schweiz mit mindestens 12 Ländern Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichen. Diese müssen in Sachen Transparenz und Austausch von Bankkundendaten den Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entsprechen. (SDA/snx)