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Züriseefischer Hermann Weber mit seinem Felchen-Fang nahe Hurden SZ. (Keystone)
Beim Thema Felchen essen scheiden sich die Geister. Fans loben den individuellen Geschmack. Kritiker können bestens auf Felchen verzichten.
Nun meldet der Bund, dass sich der Bestand in Schweizer Seen drastisch reduziert hat – nämlich um 40 Prozent. Grund ist die Überdüngung zahlreicher Schweizer Seen zwischen 1950 und 1990. Dadurch sank der Sauerstoffgehalt so stark, dass sich Felchen nicht mehr fortpflanzten.
Seedüngung bringt Fischarten zum Verschwinden
Nur in tiefen und von der übermässigen Nährstoffzufuhr weniger betroffenen Alpenrandseen, wie dem Brienzersee, Thunersee oder dem Vierwaldstättersee können sie sich noch entfalten. Dies das Resultat einer Studie der Eidg. Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) und der Universität Bern.
Der Bund befürchtet, dass auch andere Fischarten bedroht sind. «Wir müssen davon ausgehen, dass die Düngung der Seen auch bei anderen Fischen, vielleicht auch bei den Fischnährtieren, ähnliche Verluste der Vielfalt bewirkt haben», sagt Evolutionsbiologe Ole Seehausen. Er ist der Leiter der Studie und arbeitet gleichzeitig für die Universität Bern und die Eawag.
Seehausen weiter: «Schon eine geringfügige Nährstoffanreicherung über den natürlichen Zustand eines Sees hinaus hat Auswirkungen auf die Artenvielfalt.»
Nährstoffarme Seen müssen geschützt werden
Gerade die nährstoffarmen Seen seien daher einzigartige Artenreservoire und als Orte, wo neue Arten entstehen können, besonders schützenswert.
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