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Der Drang der Bundesmitarbeitenden nach Selbstdarstellung auf Facebook sei «nicht nur peinlich, sondern wegen der Spionagemöglichkeit auch gefährlich», sagt Professor Albert A. Stahel (66) zu SonntagsBlick.
Als einer der bekanntesten Sicherheitsexperten der Schweiz hat er sich jahrelang mit Gefahrenlagen beschäftigt. Nach seiner Meinung ist der Facebook-Boom in der Staatsverwaltung eine «Verluderung» der Sitten, die mit der Abschaffung des Beamtenstatus ihren Anfang genommen habe. Stahel: «Dieser müsste wieder eingeführt werden, dann würden solche unverantwortlichen Clownereien im Internet nicht mehr vorkommen.»
Nach Stahels Überzeugung unterminieren die fragwürdigen Auftritte auf Facebook die Glaubwürdigkeit des Staates. «Auf diesen sozialen Netzwerken geht es vor allem darum zu wetteifern, wer mehr Freunde präsentieren kann. Ganz zu schweigen von peinlichen Fotos und Videos, die dort anzutreffen sind.»
Der Sicherheitsexperte fordert ein totales Facebook-Verbot für Staatsangestellte: «Zuerst muss man Geheimnisträgern den Zugang zu diesen Netzwerken verbieten. Danach muss dieses Verbot auf die gesamte Bundesverwaltung ausgedehnt werden.»