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Das junge Leben von Céline Franck endet auf dem Parkplatz beim Einkaufscenter Volkiland in Volketswil ZH. Es ist die Nacht auf Sonntag, 8. März 2009, als eine Kugel die Kantischülerin in den Hals trifft.
Ihr Freund Sabit I. hat das Mädchen getötet. Ermordet, sagt die Staatsanwaltschaft. Ein Unfall, erklärt der Kosovare.
Heute begann der Prozess am Bezirksgericht Uster ZH. Im Saal sitzen die Eltern von Sabit und die Eltern von Céline. Sabit I. ist schick gekleidet mit grauem Jackett, Jeans und Turnschuhen. Seine Haare sind gegelt.
Lachen sei nur ein «Tick»
Dann redet er im Gericht. In lachendem Plauderton und wortreich. Scheinbar kooperativ gibt er Auskunft. Bloss wenn es etwas eng wird für ihn, verweigert er die Aussage oder sagt, er könne sich nicht erinnern.
Auffällig: Er gibt den Besitz jener Waffen zu, deren Existenz klar belegt ist. Alle anderen gehören aber entweder Kollegen, sind harmlos oder gar nicht echt. Eine Pistole, mit der er Dritte bedroht haben soll, sei nichts anderes gewesen gewesen als ein Feuerzeug.
Vor der Befragung hatte der Verteidiger versucht, seinem Mandanten schon vorsorglich zu helfen: Wenn Sabit I. unter Druck stehe, passiere es ihm häufig, dass er lache. Er könne nicht anders, das sei einfach ein «Tick» von ihm: «Es zieht ihm die Mundwinkel nach oben.» Das sei nicht böse oder verächtlich gemeint.
Staatsanwalt fordert 20 Jahre
20 Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes und anderer Delikte: Dies hat der Staatsanwalt heute Nachmittag vor dem Bezirksgericht Uster für Sabit I. gefordert.
Zusätzlich zur Freiheitsstrafe forderte der Staatsanwalt eine ambulante psychiatrische Behandlung während des Strafvollzuges. Sollte der Angeklagte nicht wegen Mordes, sondern nur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden, verlangt die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Das Urteil dürfte am Donnerstag oder Freitag eröffnet werden. (sas/SDA)
Den ausführlichen Vorbericht lesen Sie hier.
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