Sprengstoff-Klau in Aarauer RS noch viel schlimmer! Auch Handgranaten und Zünder sind weg

Die Schweizer Armee vermisst Sprengmittel «im Bereich von mehreren Kilogramm». Jetzt kommt aus: Das ist nicht alles! Sind sogar Profis in den Diebstahl verwickelt?

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Die Armee musste am Montag einen «mutmasslichen Verlust von Sprengmitteln» einräumen – «im Bereich von mehreren Kilogramm»! Bei einer Kontrolle in der Infanterie-Durchdiener-Rekrutenschule in Aarau wurde bemerkt, dass Sprengstoff fehlte.

Wie die «Basler Zeitung» heute berichtet, ist das offenbar jedoch nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich ist der Diebstahl anscheinend noch viel gravierender: Neben den lebensgefährlichen militärischen Sprengstoffen Trotyl und Plastit sollen auch für Sprengungen nötige «Zündkapseln 8» und Zündschnüre verschwunden sein.

Zusätzlich dazu seien «zahlreiche» Handgranaten abhandengekommen.

Angestellte der Logistikbasis beteiligt?

Bisher wurde angenommen, der Diebstahl sei in der Durchdiener-Rekrutenschule 14 in Aarau passiert. Die Zeitung schreibt weiter: «Informationen, über welche die BaZ verfügt, legen nun aber den vorläufigen Schluss nahe, dass nicht die Truppe, also Rekruten oder Kader der Durchdiener-Schule in Aarau als einzige mögliche Täter infrage kommen, sondern auch ein oder gar mehrerer Angestellte der Logistikbasis der Armee, also Profis.»

Die Plombierungen der betroffenen Transportkisten seien offenbar beschädigt gewesen. Treffen die Informationen der Zeitung zu, ist klar: Die Sprengmittel-Behälter waren bereits vor der Kontrolle in Aarau geöffnet und wieder verschlossen worden. Die Kisten seien mit anderem Material gefüllt gewesen.

Es handelt sich also allem Anschein nach um einen Diebstahl und nicht «um eine fehlerhafte Beladung der Munitionskisten oder um einen Fehler in der Buchhaltung», was Armeesprecher Daniel Reist in seiner Stellungnahme von Anfang Woche ebenfalls in Betracht zog. (noo)

Publiziert am 15.09.2016 | Aktualisiert am 27.09.2016
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28 Kommentare
  • Rolf  Wittwer 16.09.2016
    Bei all diesen Fakten muss es einem irgendwie mulmig werden.
    Die in unsere Armee Eingegliederten müssen sich
    1. klar und konsequent für unser Land begreifen - ohne Wischiwaschi Doppelbürger/Doppelpass mit verdeckter Abneigung gegen unser Land.
    2. Mittels verschiedenen Charaktertests, während der Ausbildung oder in WKs, Reife und Zurechnungsfähigkeit der Rekr./Sdt. usw. feststellen
    3. Mehr über die Psyche jedes Einzelnen erfahren (Job, soz. Einstellung, Auffälligkeiten etc.
    Wo nötig, handeln!
  • Chrigel  Neff aus St. Gallen
    15.09.2016
    Geht ins Darknet und forscht dort nach Händel für Granaten. Die werden höchst wahrscheinlich entwendet, um sie zu Geld zu machen. Die, die dafür zahlen, um sie dereinst zu nutzen.
  • Stefan  Kuhn aus Zürich
    15.09.2016
    ähh, also vor über 20 Jahren war das relativ einfach SBG SKA - Suchen bis Gefunden, sonst kein Ausgang! Mat-Kontrolle hat täglich stattgefunden. Mit dem Rollköfferchen ist das ja auch kein Problem zum verschieben.
  • Ruedi  Stricker , via Facebook 15.09.2016
    Herr Weber schreibt zu Recht, die Armee müsste im Kriegsfall das Land verteidigen. Als Ergänzung dazu: Wohl weniger gegen den Nachbarn Liechtenstein als gegen die NATO (USA, D, F, I usw.) mit einem jährlichen Etat von ca. 1.2 Billionen Dollar (Schweiz: 5 Milliarden). Keine leichte Aufgabe.
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    15.09.2016
    Es wird Zeit für eine Berufsarmee. Dieses "Modell" kann nicht mehr funktionieren. Deshalb hat es auch bald kein Land mehr.