Sprachenstreit Thurgau überdenkt Verschiebung des Französisch-Unterrichts

Der Kanton Thurgau will den Entscheid, den Französisch-Unterricht aus der Primarschule zu verbannen, überdenken. Der Grosse Rat muss nochmals abstimmen. Ziel der Regierung bleibe aber die Verlegung in die Oberstufe, sagte Erziehungsdirektorin Monika Knill.

Sprachenstreit Thurgau: Entscheid zu Französisch-Unterricht revidieren play
Die Thurgauer Regierung will nun doch am Französisch-Unterricht in der Primarschule festhalten. (Symbolbild) KEYSTONE/GAETAN BALLY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Stress mit Mama und Schule? «Nach wie vor fehlt jede Spur von Silas»
2 15 Monate bedingt für Kikos Gefängniswärterin Angela Magdici (33) muss...
3 Zahlen Sie es bloss nicht in Raten! Wucherzins fürs GA

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
18 shares
Fehler
Melden

Damit wird der Französisch-Unterricht vorerst nicht definitiv auf die Sekundarstufe verschoben, wie Erziehungsdirektorin Knill (SVP) am Donnerstag bekannt gab. Ursprünglich wollte die Regierung den Unterricht ab dem Sommer 2017 sukzessive aus der Primarschule verbannen.

Der am Donnerstag vor den Medien präsentierte neue Lehrplan hat deshalb zwei Varianten: Die Stundentafeln der Primar- und Sekundarstufe werden einmal mit und einmal ohne Französisch aufgeführt. Die Abstimmung im Grossen Rat wird voraussichtlich im Frühling 2017 stattfinden. Der Regierungsrat halte jedoch am Vorhaben fest, den Französisch-Unterricht auf die Sekundarstufe zu verschieben, sagte Knill.

Bei der Sprachenfrage habe es bei der Vernehmlassung des neuen Lehrplans keinen Konsens gegeben, so Knill. Kritisiert wurde, dass die Stundentafel der Oberstufe nach der Verschiebung überladen und zu sprachenlastig wäre.

Wegen der umstrittenen Sprachenfrage müssten die Rahmenbedingungen geklärt und es solle Rechtssicherheit geschaffen werden, sagte die Regierungsrätin. Ende September erlasse der Regierungsrat die Gesetzesbotschaft. Diese lautet «Französisch wird als zweite Fremdsprache auf der Sekundarstufe unterrichtet».

Der Sprachenstreit geht auf eine Motion im Thurgauer Grossen Rat zurück. Vor gut zwei Jahren hatte das Kantonsparlament entschieden, vom interkantonalen Lehrplan 21 abzuweichen und den Französisch-Unterricht auf der Primarschule zu streichen. (SDA)

Publiziert am 01.09.2016 | Aktualisiert am 01.09.2016
teilen
teilen
18 shares
Fehler
Melden