Lawinendrama am Pilatus Sportschule trauert um ihren «Studi»

BERN - Andreas Studhalter (38) ist bei einem Lawinenunglück am Pilatus ums Leben gekommen. Der sportliche Leiter der Sportmittelschule Engelberg galt als erfahren. Die Polizei schätzt die Unglückstelle als ungefährlich ein - die Lawinengefahr war mässig.

  • Publiziert: 09.02.2012
  • Von Stefan Dähler

Drama am Pilatus: Zwei Skitourenfahrer befinden sich auf der Talfahrt vom Gipfel in Richtung Klimsenhornkapelle. Um 16.45 Uhr löst sich im Gebiet Klimsenhorn eine Lawine. Der 38-jährige Andreas «Studi» Studhalter, sportlicher Leiter der Sportmittelschule Engelberg, wird rund 600 Meter mitgerissen und verschüttet.

Sein Begleiter, von der Lawine nicht erfasst, alarmiert die Rega. Die Bedingungen sind schlecht: Es ist neblig und wird dunkel. Mit Hilfe eines Spürhundes können die Retter den Familienvater um 18.30 Uhr bergen und ins Kantons­spital Luzern überführen. Doch noch am selben Abend erliegt er seinen schweren Verletzungen.

Sportmittelschule Engelberg trauert

Bei der Sportmittelschule Engelberg löst der Tod tiefe Betroffenheit aus: «Wir trauern um unseren sportlichen Leiter Andreas 'Studi' Studhalter», steht momentan auf der Homepage der Schule.

Dieser tragische Unfall ist eine Ausnahme: «Es gibt am Pilatus sehr selten Lawinenunglücke», sagt Jürg Wobmann, Leiter der Kriminalpolizei Nidwalden. Er selbst habe in seiner Tätigkeit als Polizist bisher noch keines erlebt. Auch die Unglücksstelle gelte nicht als besonders gefährlich. «Sie wird oft von Tourenfahrern passiert. Es hat dort nicht viel Schnee, weil er jeweils vom Wind weggeblasen wird.» Zudem war laut dem Schweizerischen Lawinenforschungsinstitut in Davos (SLF) das Risiko gestern nicht gross. Es hatte die Gefahr für die Unfallregion als «mässig» eingestuft. Das entspricht der zweiten von fünf Gefahrenstufen. Laut SLF sind dann die Bedingungen für Schneesportler «mehrheitlich günstig».

Wie kam es zum Unfall? Nachdem die Kapo Nidwalden mit Spezialisten der Alpinen Rettung Schweiz die Unfallstelle untersucht hat, zeigt sich: Andreas Studhalter hat auf einer Höhe von ca. 1900 Metern das Schneebrett aus gepresstem Triebschnee sehr wahrscheinlich selber ausgelöst.

Kommentare (8)

  • Steven  Wolf , Zürich
    fsdaf
    • 09.02.2012
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  • Susanne  Sam
    Ich finde es tragisch wird am Pilatus in dieser Höhe Tourenski gefahren. Jeder weiss doch, dass es da viele Steinböcke gibt und die Murmeli halten ihren Winterschlaf. Gerade der Pilatus bietet weiter unten wunderbare Gelegenheiten zum Tourenski fahren. Wieso also immer da, wo man Wildtiere gefährdet? Mein Beileid an die Familie.
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Rocco  Martignoni
    Mein Beileid , leider passiert immer und immer wieder müssen die unbedingt ausserhalb von der Skipiste fahren für mich ist das ein Einbruch in unsere schöne Natur.
    • 09.02.2012
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  • Heinz  Muenger
    Sehr tragisch, wünsche seinen Familien viel Trost, Kraft und Gottes Segen, mein herzliches Beileid.
    • 09.02.2012
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  • Phil  Binder , Schweiz
    Als Familienvater macht man sowas nicht. Punkt.
    • 09.02.2012
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    • Yannick  Hausheer
      Ich finde, wenn sich eine solche Tragödie abspielt, sollte mann nicht solche Vorurteile ziehen!! Sie kannten ihn nicht! Er war ein Trainer, der für jeden Athleten einen guten Tipp, er konnte auf alle Individuel eingehen! Er kannte alle Grenzen, konnte aber aus jedem das Maximum rausholen! Er hatte enorm viel Erfahrung, am Berg wie in der Halle und auf dem Bike!
      Für alle Beteiligten ist er ein riesiger Verlust! Und ich finde es unangebracht wenn sie sich da einmischen!
      • 09.02.2012
      • als Kommentar auf Phil  Binder , Schweiz
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    • Lukas  Brawand , Horw
      Die Leute
      welche die betreffende Person nicht persönlich kannten,
      sollten sich nicht mit solchen extrem unangebrachten und niveaulosen Kommentaren äussern.

      Es war ein riesen Unglück, da kann man nur sein grösstes Beileid aussprechen.

      Mitglied der Sportmittelschule

      • 09.02.2012
      • als Kommentar auf Phil  Binder , Schweiz
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    • Ivo  Steinmann
      Da muss ich zustimmen! Als Familienvater versteckt man sich zu Hause im Luftschutzkeller, wenn man nicht gerade auf der Arbeit ist. Nur so kann gewährleistet werden, dass nichts passieren kann.
      • 09.02.2012
      • als Kommentar auf Phil  Binder , Schweiz
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