Sparen vor Swissness SBB drucken jetzt via Deutschland

Im Kundenheft der SBB «Via» steckt viel Schweiz – zumindest äusserlich. Denn der Druck findet neu in Deutschland statt.

Weil es billiger ist: SBB lässt Kundenheft Via in Deutschland drucken play
Das Kundenmagazin der SBB «Via» wird neu in Deutschland gedruckt.

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Die SBB gehen fremd: Nach 15 Jahren verlegen sie den Druck ihres Kundenmagazins «Via» von Derendingen SO nach Deutschland.

Das Heft der SBB und des Verbands öffentlicher Verkehr der Schweiz liegt gratis in Zügen und Bahnhöfen auf, gefüllt mit Werbung und stolzen Berichten über die Schweiz. Doch bei den Finanzen hört der Patriotismus auf: Ab der Februarausgabe wird die Zeitschrift neu in Pforzheim, in der Nähe von Baden-Baden, gedruckt, schreibt der «KTipp».

«Zehn Mal pro Jahr pünktlich geliefert»

Die SBB seien verpflichtet, grössere Aufträge öffentlich auszuschreiben, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu «SRF». Gemäss Gesetz müsse der wirtschaftlich günstigste Anbieter berücksichtigt werden.

Die Schweizer Druckerei Vogt-Schild verliert dadurch aber einen Grossauftrag mit einer Auflage von 150’000 Stück – keine alltägliche Bestellung. «Wir haben kein einziges Mal zu spät ­ausgeliefert, zehn Mal pro Jahr», sagt Geschäftsführer Rolf Steiner stolz. Man werde den Auftrag vermissen: «Es war ein national bekannter Titel, der Auftrag war wichtig für uns.» (kra)

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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  • Carole  Neeser 12.01.2017
    Viel werden die Problematik erst verstehen, wenn wir keine Läden mehr in den Innenstädten finden, alle Reisebüros verschwunden sind, die meisten Schweizer Firmen von ausländischen Chefs geleitet werden und der öffentliche Verkehr in der Schweiz von europäischen Betrieben dominiert werden. Wie soll es der einfache Bürger begreifen, wenn sogar die Schweizer Politiker, die sich gross die "Förderung Schweizer Unternehmen" auf die Fahne schreiben schlussendlich im Ausland einkaufen? Beschämend!
  • Rosa  Rot 12.01.2017
    Kenne die Vogt/Schild Druckerei. Als wir unser Magazin ausschrieben, war ihre Offerte die günstigste in der Region SO/BE. Service und Kreativität von A-Z top! Kenne keine besseren. Sehr sympathische Mitarbeiter.
  • Stigmann  Walter 12.01.2017
    Das es so ein Gesetz gibt, hab ich auch schon gehört. Kann mir jemand sagen, wie das Gesetz heisst, und wann wir darüber abgestimmt haben? Oder war das etwas was nicht vors Volk kam? Und zum Schluss: das wäre doch eine Initiative wert, diese Gesetz rückgängig zu machen. Das würde schlagartig ziemlich viele neue Stellen in der Schweiz generieren.
    • Ernst  Dittmar aus Adliswil
      13.01.2017
      Heute wird alles, was mit dem Ausland zu tun hat, mit Staatsverträgen geregelt. Am 17. Juni 2012 hat das Schweizer Volk mit 75,3 Prozent Nein das Staatsvertragsreferendum kraftvoll abgelehnt und damit sich selbst die Mitsprache in den meisten wichtigen Fragen genommen. Seit dieser Abstimmung ist der Bundesrat kräftig daran, unsere Schweizer Interessen ohne Gegenleistung an die EU zu verscherbeln. So viel wie möglich wird heute über Staatsverträge geregelt und das Volk damit legal umgangen.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    12.01.2017
    Wenn die SBB fremdgehen, warum sollen wir dann nicht den billigen Flixbus besteigen? Immerhin hats im Bus Sitzplätze, im Gegensatz zu vielen überfüllten Zügen.
  • Fleissiger  Büezer 12.01.2017
    Schaut endlich der Realität ins Auge; Wir sind zu teuer hier, sowohl die eigenen Einwohner kaufen immer mehr im Ausland ein, aber auch die Arbeitgeber/Firmen sind dazu gezwungen. Nur bei den Löhnen hat man noch immer das Gefühl, wir wären eine Insel und Zuwanderer oder sonst alle anderen seien schuld. Wir werden uns anpassen müssen, je schneller das passiert, je weniger schlimm wird der Crash.