Sonst sei das Bistum tot Papst soll Churer Bischofswahl aussetzen

Der Churer Bischof Vitus Huonder wird im kommenden Jahr aus Altersgründen dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Nun fordert Martin Kopp, Generalvikar für die Urschweiz, die folgende Bischofswahl müsse ausgesetzt werden, um die angespannte Lage im Bistum zu beruhigen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
2 Wildwest beim «Saloon» in Wetzikon ZH Polizist springt auf Fluchtauto
3 Hakenkreuz und Hitlergruss Nazi-Schande auf dem Waffenplatz

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Der Papst solle stattdessen «für eine bestimmte Zeit einen apostolischen Administrator ernennen», sagte Martin Kopp in einem Interview, das der «Tages-Anzeiger» und der «Bund» heute publizierten. «Diese Person sollte von ausserhalb kommen und das Charisma haben, dem Bistum Vertrauen und Frieden zurückzugeben», forderte der Vertreter des Churer Bischofs in der Urschweiz.

Er sei «klar der Ansicht, dass es im Bistum Chur nicht wie bisher weitergehen» könne. Die Bistumsleitung sei aus Sicht der Gläubigen in der Urschweiz weit entfernt. Würde nächstes Jahr jemand aus dem Lager gewählt, das aktuell in Chur den Kurs bestimme, und gebe es keinen Neuanfang, «ist das Bistum tot». Zürich und die Urschweiz würden sich das nicht bieten lassen und sich restlos von Chur abwenden.

Es brauche zwingend einen Neuanfang

Die Meinung, dass es einen Neuanfang brauche, werde im Bistum «weitestherum geteilt». Er spreche es aus, damit das Problem in Rom wahrgenommen werde, sagte Kopp. Er hoffe auf Einsicht und Verantwortungsbewusstsein für das «seit Jahrzehnten gebeutelte Bistum».

Seit Jahren gibt es Bestrebungen, das Bistum Chur neu zu organisieren, etwa mit der Schaffung neuer Bistümer Zürich und Urschweiz. Der konservative Huonder sorgte seinerseits wiederholt für Schlagzeilen, etwa durch die Abgangsforderung an einen Priester in Bürglen UR, der 2014 ein lesbisches Paar gesegnet hatte, oder durch Äusserungen über Homosexuelle im vergangenen Jahr im deutschen Fulda. (sda)

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
teilen
teilen
1 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • alois  kiser aus Ramersberg
    24.10.2016
    Da hätte ich einen guten Vorschlag. Die Bischofswahl muss nicht ausgesetzt werden, wenn Herr Kopp seinen Rücktritt erklärt. Dann ist nämlich das Problem grossmehrheitlich gelöst.