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Begehrt aber knapp: Die Anti-Schweinegrippe-Impfung für Schwangere. (Keystone)
Schwangere Frauen gehören zu der Risikogruppe bei der Schweinegrippe. Doch nicht in allen Kantonen können sie sich schon impfen lassen. Was liegt also näher, als in einen anderen Kanton zu reisen und die Prozedur dort über sich ergehen zu lassen?
Gemäss Marc Müller vom Verband «Hausärzte Schweiz» ist das aber heikel. «Focetria, der Impfstoff für Schwangere, wird sehr kanpp bemessen ausgeliefert. Aus dem Thurgau kamen sogar schon Meldungen, dass der Impfstoff ausgegangen sei.» Die Impftouristen aus anderen Kantonen könnten also die Reserven, die für die Einheimischen gedacht sind, aufbrauchen.
Doch nicht allen Kantonen scheint dieses Problem bewusst zu sein. Blick.ch machte den Selbstversuch und fragte beim Solothurner Bürgerspital an, ob es denn möglich sei, sich als Walliser Schwangere dort impfen zu lassen, da ja im Wallis der Impfstoff noch nicht verfügbar sei. Ohne zu zögern kam die Antwort: «Selbstverständlich, wann möchten Sie denn kommen?»
Im Kanton Zug befürchtet man, dass der Impfstoff ausgehen wird. Der Kantonsarzt Urs Rebmann sagt gegenüber der «Neuen Zuger Zeitung»: «Wir wollen keinen Impftourismus, auch wenn wir ihn nicht verhindern können. Von Focetria haben wir im Moment nur gerade so viel wie nötig.»
In Luzern sieht es anders aus. Impftouristen haben hier keine Chance. Denn zurzeit werden nur Spitalangestellte und Risikopatienten des Spitals geimpft. Zudem können Hausärzte ihre Risikopatienten dem Spital melden.
In Zürich können sich schwangere Frauen seit heute impfen lassen. Vor den Impfzentren bildeten sich lange Warteschlangen. Nicht-Risikopatienten hatten keine Chance, geimpft zu werden. Auch enge Kontaktpersonen nicht. (gca)
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Vor dem Impfzentrum der Uni Zürich warten Leute auf die Spritze gegen die Schweinegrippe. (dip)