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«Drei Brandsätze unter drei Autos», lautet die knappe Nachricht der Täter. Darunter der Slogan: «Wer mit HLS zu tun hat, kriegt es mit uns zu tun!». Derlei martialische Töne spucken militante Tierschützer. Sympathisanten von ALF, der «Animal Liberation Front», einer Tierschutz-Gruppe aus England.
Und bei Worten bleibt es nicht. Im Mai geschah der Anschlag auf die Autos eines Novartis-Managers. Unheilvolle Vorzeichen auf die Anschläge auf Chef Daniel Vasella? Denn die Protokolle ihrer Taten haben die Täter auf der Website von ALF veröffentlicht. Nur eine Woche vor dem Anschlag auf die drei Autos des Novartis-Managers, suchen die anonymen Täter andere Mitglieder der Geschäftsleitung heim.
«Um 3 Uhr morgens warteten wir vor dem Haus von X.Y., bis ihre Gäste gegangen waren. Dann schlichen wir ums Haus, beschädigten ihr Auto und schlitzten ihre Reifen auf.» Anschliessend veröffentlichen die Tierschützer die gesamte Adresse der Frau aus der Geschäftsleitung des Pharma-Multis.
Doch genug haben sie noch lange nicht. Sie berichten von einem Farbanschlag auf das Auto eines weiteren Mitglieds der Geschäftsleitung. Dann geht der Bericht weiter: «Der nächste Drecksack, der bezahlen musste war X.Y. Wir besprayten sein Haus mit ‹Novartis Abschaum, Zieh dich aus HLS zurück›. Schliesslich behandelten wir die beiden Autos vor dem Haus mit Farbentferner und schlitzten einige Reifen auf.»
Besagte Nacht wurde zur Orgie des Terrors. Die Täter schreiben: «Noch in der selben Nacht besuchten wir den letzten Mörder, X.Y. Wir liefen zu seinem Haus und bedeckten das grosse weisse Haus mit Slogans wie: «Novartis Abschaum, zieh dich aus HLS zurück, wir beobachten dich, ALF».
Doch mit Farbe lassen sie es dieses Mal nicht bewenden. «Wir haben eine Bombe irgendwo auf deinem Grundstück versteckt. Sei lieber vorsichtig, wo du läufst. Mörder wie du kommen nicht einfach so davon.»
Hier signieren sie ihr Werk. Die Vorfälle zeigen: Diese militanten Tierschützer schrecken nur noch vor dem persönlichen Angriff zurück. Doch das könnte auch nur noch eine Frage der Zeit sein. Die Attentäter fühlen sich unbesiegbar: «Versucht uns zu stoppen, Novartis, ihr könnt uns nur stoppen, wenn ihr HLS nicht mehr braucht.»
Novartis will zu den militanten Tierschützern keine Stellung mehr nehmen. Der Personenschutz wurde aber verstärkt.
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Schrecken vor nichts zurück: Die Tierschützer von ALF. (ZVG)