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Wenn Bundesangestellte an ihrem Arbeitsplatz die Buchstaben www.facebook.com in den Internet-Browser tippen, gibt es kein Durchkommen: Ihr Brötchengeber hat das soziale Netzwerk gesperrt. Also keine Fotos hochladen, keine Jagd nach neuen Freunden, kein virtuelles Anstupsen.
Zumindest ist das in der Theorie so. Wie die «Berner Zeitung» heute berichtet, ist es nämlich kein Problem, die Facebook-Sperre zu umgehen. Der Trick dabei sind «Tunnelseiten» wie ktunnel.com. Wenn findige Beamte dort die Facebook-Adresse eingeben, werden sie zur Kontaktplattform umgeleitet, ohne dass bei den Informatikdiensten die Alarmglocke läutet.
Nun können die Internetzensoren zwar auch ktunnel.com sperren – doch wie Sisyphus würden sie ihr Ziel nie erreichen: Denn es gibt Tausende Websites, die als Tunnel funktionieren. Alleine auf proxy.org sind mehr als 6000 davon verzeichnet. Täglich kommen neue dazu.
Das wissen auch die Experten des Bundes. Claudio Frigerio, Sprecher des Bundesamtes für Informatik, kann deshalb nur an das Pflichtbewusstsein der Beamten appellieren – und warnen: Werde jemand trotz des Verbots auf Facebook erwischt, müsse er entsprechende Konsequenzen tragen. Sogar eine fristlose Kündigung sei möglich, sagt Frigerio gegenüber der «Berner Zeitung». (hhs)
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Das Facebook-Verbot des Bundes lässt sich leicht umgehen. (AP)