So kämpfen Kantone gegen Macho-Kultur Im Wallis sind Sex-Kurse für junge Flüchtlinge Pflicht

BERN - Manche Flüchtlinge sehen Frauen als reine Sex-Objekte ohne Rechte. Die Kantone Wallis und Genf versuchen mit Kursen Gegensteuer zu geben.

«Sie haben uns überall angefasst»

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Die Sex-Attacken von der Silvesternacht in Köln gehen vermutlich auf das Konto von Nordafrikanern. Für viele Beobachter ist klar: Die sexuellen Übergriffe sind Ausdruck eines Weltbilds, das jeglichen Respekt gegenüber Frauen vermissen lässt – und von einer Erziehung, bei der Sex Tabu ist. Die Folge: Die Migranten können mit unserer auf den ersten Blick sexuellen Freizügigkeit nicht umgehen und glauben, dass man sich nehmen kann, was man will.

Aus diesem Grund führte Norwegen Aufklärungskurse für Flüchtlinge ein. Die Basler SP-Politikerin Silvia Schenker will solche Kurse auch in der Schweiz einführen (BLICK berichtete).

In den Kanton Wallis und Genf gibt es bereits solche Kurse, wie die «NZZ» schreibt. Im Wallis müssen minderjährige Asylbewerber in den Sexualkunde-Unterricht, für erwachsene Migranten ist er freiwillig. «Die jugendlichen Männer sind unsicher, wie sie die legere Kleidung der Frauen hier deuten sollen», sagt Kursleiterin Jacqueline Fellay-Jordan. Sie bringt den Männer bei, dass die Kleidung nichts mit den Moralvorstellungen der Frau zu tun habe.

In Genf gibt es sogenannte Sensibilisierungs-Module für Neuankömmlinge, darin wird auch das Thema Kleidung im Zusammenhang mit den Rechten der Frau angesprochen. «Vor allem bei den Kursen auf Arabisch insistieren wir etwas mehr in dieser Hinsicht», sagt Françoise Michel vom «Hospice général», das in Genf für die Sozialhilfe zuständig ist.

Sexualtherapeutin: «Man muss den Tarif durchgeben»

In den anderen Kantonen ist das Thema Gleichstellung zum Teil Bestandteil der Integrationskurse. Eine einheitliche Regelung gibt es aber nicht. Laut Caritas, die vielerorts in der Integration tätig ist, besteht ein grundsätzliches Problem: «Es ist politisch unerwünscht, Asylsuchende zu integrieren, solange sie nicht als Flüchtlinge anerkannt sind», sagt Marianne Hochuli, Leiterin der Fachstelle Migrationspolitik, zur «NZZ».

Deshalb beschränken sich die Kurse vor allem auf rudimentäre Sprachkurse, in denen Fragen zur Kultur oder zur Stellung der Frau eher indirekt Erwähnung fänden.

Für die Sexualtherapeutin und Forensikerin Sefika Garibovic ist aber klar, dass mehr in diese Richtung passieren muss: «Es braucht dringend Spezialisten, die sich mit fremden Kulturen gut auskennen und Sexualmediziner, die mit den Männern arbeiten.» Man müsse ihnen den Tarif durchgeben und unmissverständlich die Umgangsformen in Europa beibringen. «Sie müssen lernen, mit ihrer Sexualität umzugehen und sie müssen lernen, wie man hier Frauen begegnet.» (sas)

Publiziert am 11.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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Milo Moiré protestiert vor dem Kölner Dom Nackt gegen den Sex-Mob

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83 Kommentare
  • Günter  Munz aus Stuttgart
    12.01.2016
    Als ob Kurse etwas ändern könnten. Die sind einfach nicht integrierbar. Die Integration ist grundsätzlich eine Bringschuld. Ohne die grundsätzliche Bereitschaft sich zu integrieren, nützen alle Kurse nichts. Das ist doch das Problem. Günter Munz Stuttgart
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    12.01.2016
    Sex-Kurse das bringt doch gar nichts, diese Leute aus fremden Kulturen haben eine ganze andere Mentalität.
  • Sandro  Muster 11.01.2016
    Solche Kurse wären auch etwas für westliche Sextouristen. Diese verhalten sich nämlich genau so widerlich wie diese Minderheit von "Flüchltingen".
  • Sepp  Hitz , via Facebook 11.01.2016
    Na, da wird den armen Flüchtlingen noch ein Kurs von den Steuerzahler bezahlt damit Sie wissen wie man sich in fremden Ländern benehmen muss? War auch schon im Ausland und ich habe mich dort der Kultur angepasst. Wie lange dauert es wohl noch bis wir Schweizer uns der fremden Kultur im eigenen Land angepasst haben? Wacht doch entlich auf Ihr Gutmenschen.















  • Antoine  BERBEN aus Nijmegen
    11.01.2016
    Die beste Lösung bleibt meiner Einschätzung nach natürlich die Ausreise denn im grunde wird hier sehr viel von diesen Neuankömmlinge erwartet, vielleicht sogar viel mehr als sie selbst schaffen können aber dennnoch sollten wir nicht dafür blüten müssen.
    Also bleibt die Ausreise wohl doch die beste Lösung für mich.