Sie warf sich in eine Tischecke Frau in Yverdon für illegale Abtreibung verurteilt

Eine schwangere Frau warf sich im Januar mit dem Bauch voran in die Ecke eines Tisches – und tötete damit ihr ungeborenes Kind. Nun wurde sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Urteil in Yverdon VD: Frau für illegale Abtreibung verurteilt play
Das Strafgericht von Yverdon-les-Bains VD hat eine 36-jährige Frau wegen des Versuchs eines illegalen Schwangerschaftsabbruchs schuldig gesprochen. (Symbolbild) GAETAN BALLY

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Das Strafgericht von Yverdon-les-Bains VD hat am Donnerstag eine 36-jährige Frau wegen des Versuchs eines illegalen Schwangerschaftsabbruchs schuldig gesprochen. Ihr ungeborenes Kind war im achten Schwangerschaftsmonat gestorben.

Gemäss Anklage warf sich die Frau im Januar 2016 gewaltsam mit dem Bauch voran in die Ecke eines Tisches in der Wohnung. Das Ungeborene verstarb ein oder zwei Tage später, nach dem sich die Plazenta von der Gebärmutterwand gelöst hatte.

Im Spital von Yverdon-les-Bains VD konnte nur noch der Tod des Fötus festgestellt werden. Die Frau hatte im Prozess angegeben, dass sie ihr ungeborenes Kind keinesfalls habe töten wollen. Sie habe vielmehr die vorzeitige Geburt provozieren wollen.

Bereits in den Wochen vor der Tat habe sie ihrem Bauch aus dem gleichen Grund Fausthiebe verpasst. Es handelt sich um eine zweifache Mutter. Eines ihrer Kinder hatte sie abgegeben und wollte kein zweites. Sie plante, das Kind in ein Babyfenster zu legen.

Weiterzug offen

Mit den Berichten der Rechtsmedizin konnte nicht formell nachgewiesen werden, dass der Zusammenstoss mit dem Tisch zum Tod des Kindes führte. Die Frau wurde deshalb wegen eines versuchten strafbaren Schwangerschaftsabbruches schuldig gesprochen.

Das Gericht verurteilte sie zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr und blieb damit unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwanzig Monate Gefängnis bedingt gefordert hatte.

Der Verteidiger der Frau hatte vergeblich auf einen Freispruch plädiert. Ob sie das Urteil weiterzieht, ist noch offen.

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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7 Kommentare
  • Karen  Mind 24.11.2016
    ... und andere versuchen vergeblich seit Jahren schwanger zu werden.
  • Annemarie   Setz 24.11.2016
    Ich weiss nichts über diese Frau und ihren Werdegang, aber was sie getan hat bleibt für mich nach wie vor brutaler Mord.
  • Sonja  Zwicker 24.11.2016
    Was sind denn das für "Mütter"? Mit 36 wüsste dieses verantwortungslose Frauenzimmer, wie man eine Schwangerschaft verhindern könnte! Eines ihrer Kinder hat sie bereits "abgegeben", sie wird wieder schwanger, obwohl sie kein Kind mehr will, und wartet mit diesem brutalen Mord ab bis zum achten Schwangerschaftsmonat!
    Dafür bekommt sie lediglich 1 Jahr bedingt? Ein inakzeptabler Entscheid, der das Vertrauen in unsere Richter erschüttert!
    • Jérome  Beauverd aus Zürich
      24.11.2016
      Waahuu Fr Zwicker... So gut kennen Sie diese Frau um sie so zu verurteilen? Was wissen Sie von ihrem Werdegang, ihrem Wissenstand und Informationsmöglichkeiten? Für mich ist da eher Mitgefühl angebracht. Und nein, es heisst nicht entschuldigen oder billigen, sondern lediglich kein Schmerz zu Schmerz addieren.
      In dem Sinn, frohe Adventszeit...
    • Sonja  Zwicker 25.11.2016
      @J.Beauverd: Für mich (als Mutter, die am Tod ihrer geliebten Tochter zerbrochen ist) gibt es bei dieser Tat absolut keinen Grund für ein solch mildes Urteil! Es mag sein, dass man ein Kind aus tiefster Verzweiflung "abgibt", oder bei Beginn der Schwangerschaft eine Abtreibung vornimmt, aber für der Mord an einem voll lebensfähigen Kind ist eine BEDINGTE Strafe von einem Jahr inakzeptabel! Auch Ihnen eine frohe Adventszeit...
  • Susanne  Reich 24.11.2016
    Bei solchen Menschen hoffe ich jeweils, dass sie nie mehr Kinder bekommen. Sie scheinen sie nicht zu verdienen. Schon mal gehört, dass man Sport treiben kann o.ä., was die Geburt auch fördern soll?
  • Peter  Marthaler aus Chur
    24.11.2016
    Weshalb sagte sie nicht aus, gestolpert zu sein? Das Gegenteil liese sich wohl kaum nachweisen.