Sie machen Kindern Angst und Halloween kaputt Heute jagt die Polizei Horror-Clowns

Aus Angst vor den grusligen Spassmachern getrauen sich heute Abend viele Kinder nicht auf die Strasse. Die Polizei kündet an, Clowns zu kontrollieren.

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Normalerweise ist der Amerika-Import Halloween ein fröhlicher Abend für Kinder im vorpubertären Alter. Verkleidet ziehen sie von Tür zu Tür, erschrecken Leute und verlangen Süssigkeiten. Doch dieses Jahr haben die Kinder selbst Angst. Und zwar vor Horror-Clowns.

Der neunjährige Alex* aus Zürich sagt: «Heute getraue ich mich nicht auf die Strasse. Wenn Horror-Clowns mit Äxten herumrennen, macht mir das schon Angst.»

Wie Alex geht es vielen. Denn die Clowns sind dieses Jahr das grosse Thema. Auch die Polizei beschäftigt sich mit. Ralph Hirt, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, kündet an: «Wenn wir einen Horror-Clown sehen, werden wir ihn kontrollieren. Wir wollen wissen, wer hinter der Maske steckt.»

Clown-Masken verkaufen sich gut

Wie jedes Jahr verstärkt die Polizei die Anzahl Patrouillen erheblich. Hirt sagt: «Heute Abend sind mehr Leute auf der Strasse als üblich. Die Leute sollen die Präsenz der Polizei wahrnehmen.» Der Polizeisprecher bestätigt, dass in den letzten Tagen mehrere Meldungen von gesichteten Horror-Clowns eingegangen sind. 

Beim Online-Kostümverkäufer «funshop.ch» verkaufen sich dieses Jahr neben Kostümen von Zombies, Vampiren und Hexen auch die rund 20 Franken teuren Horror-Clown-Masken sehr gut. Pressesprecher Cesare Alessandrelli schätzt: «Wir haben schon einige hundert solcher Masken verkauft.»

Die Branche ist sensibilisiert

Im Kanton St. Gallen hat die Polizei in den letzten Jahren vor allem Sachbeschädigungen durch Eier-Werfen oder das Herumspritzen von Rasierschaum festgestellt. Deshalb wurden dieses Jahr präventive Massnahmen ergriffen.

Sprecher Florian Schneider sagt: «Wir haben Eltern von Oberstufenschülern in einem Brief darum gebeten, die Jugendlichen auf die teuren Konsequenzen eines vermeintlichen Spasses aufmerksam zu machen.» Zudem habe man auch die Verkaufsgeschäfte sensibilisiert. Jugendliche, die in unüblich grosse Mengen Eier kaufen, sollen darauf angesprochen werden. 

Wie die Zürcher Kollegen richtet auch die Kantonspolizei St. Gallen ein besonderes Augenmerk auf Clowns: «Wer sich als Horror-Clown verkleidet, muss mit einer Kontrolle rechnen.» Schneider führt aus: «Der klassische Horror-Clown hat meistens eine Waffe dabei. Jemanden so zu verschrecken, kann in Richtung Nötigung oder Drohung gehen.» (pfc)

* Name geändert

Publiziert am 31.10.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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10 Kommentare
  • Handy  Andy 01.11.2016
    Also hier in Unterwasser hatten wir gar keine Probleme mit den Horror-Clowns. 6000 davon und alles ganz anständige Typen die nachher sogar aufgeräumt haben. Auch der Samichlaus fand nichts zu beanstanden!
  • Roger  Tomaschett , via Facebook 31.10.2016
    Halloween - ein Brauch, den ich meide, wo es geht. Ist wie das Oktoberfest, einfach nur reine Geldmacherei. Wieso müssen wir alles von anderen Ländern importieren und daraus Geld machen. Verstehe ich nicht so ganz. Lieber unsere alten Bräuche pfelgen.
  • Rainer  Zufall 31.10.2016
    Auch Weihnachten ist ein aufgezwungenes Ritual. Feiern auf Knopfdruck. Schuld- gefühle einmal im Jahr gegenüber seinen Liebsten, Freunden und Verwandten mit Geschenken entsorgen für die man sonst keine Zeit hat, weil der Mensch das System für ein paar wenige aufrecht erhalten muss.Halloween ist ein sehr dunkles Kapitel, derer, die keinen Frieden wollen auf unseren Planeten. Dafür rekrutiert man mal vorsätzlich die Kinder und die doofen Eltern fördern das Ganze noch !
  • Tom  Schweizer aus Windisch links
    31.10.2016
    Jetzt macht mal kein Staatsdrama daraus. Ich finde Helloween lustig und ein bisschen Gruseln hat noch keinem geschadet, der den Nervenkitzel gern hat. Natürlich sollen dabei keine Kinder halb zu Tode erschreckt werden. Und dass es von der Wirtschaft genutzt wird ist leider normal, es muss ja keiner was kaufen. Ist ja an UNSEREN Feiertagen wie Ostern, Fastnacht dasselbe. Also mal den Ball flach halten und Türen zu lassen wenns nicht gefällt.
  • Linus  Luchs 31.10.2016
    Interessant, wie wird denn in der Schweiz ein Brauch kaputt gemacht, der gar kein Schweizer Brauch ist? Vielleicht ist diese Entgleisung ja Ausdruck davon, dass Halloween bei uns eben keine Tradition ist, sondern hohle Geldmacherei in einer orientierungslosen Gesellschaft, die sich zu Tode amüsiert.