Sie hauten ab – ohne zu bezahlen Coiffeur jagt Betrügerinnen auf Facebook

DELSBERG JU - Romain Flückiger (46) hat dank Facebook drei Betrügerinnen gestellt. Das Trio legte den Coiffeur aus Delsberg JU mit einem fiesen Trick rein.

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Coiffeur Romain Flückiger (46) kann es noch immer nicht fassen. Drei junge Frauen kamen letzte Woche in seinen Salon in Delsberg. Zwei von ihnen lassen sich drei Stunden lang mit dem vollen Beauty-Programm verwöhnen – inklusive Haarefärben.

«Wir plauderten angeregt. Ich hegte keinerlei Verdacht», sagt der Figaro von Coiffure Création Romain. Bevor die zweite Kundin fertig ist, gehen ihre beiden Komplizinnen. «Sie sagten, ihre Kollegin werde alles bezahlen.»

Kurz vor dem Ende der Behandlung sagt Nummer drei, sie müsse telefonieren. Die junge Frau geht mit dem Coiffeur-Umhang nach draussen. Und haut ab.

Auch ein anderer Coiffeur wurde reingelegt

Figaro Flückiger bleibt nicht nur auf der Rechnung von 250 Franken sitzen. «Einer der drei fiel am Anfang das Handy runter. Sie sagten, die Coiffeuse sei daran schuld gewesen. Ich bin mir da nicht so sicher.» Doch der Kunde ist bei Flückiger König: Der Friseur lässt das Handy noch während der Behandlung in einem Nachbarladen auf eigene Rechnung für 200 Franken reparieren.

Nach dem Verschwinden des Trios stellt Flückiger einen Fahndungsaufruf auf Facebook. Schon nach einer Stunde meldet sich ein Kollege aus Moutier BE. «Ihn hatte zwei Tage zuvor das gleiche Trio mit der gleichen Masche reingelegt.»

Der Kollege aus dem Berner Jura schickt das Foto einer Überwachungskamera nach Delémont. Darauf sind zwei der Betrügerinnen zu sehen.

Flückiger stellt das Bild auf Facebook. Für eine heisse Spur offeriert er einen Haarglätter im Wert von 240 Franken. Tatsächlich meldet sich eine Frau, die eine der Betrügerinnen kennt. Der Figaro hat Anzeige erstattet.

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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8 Kommentare
  • Patrick  Smart 22.11.2016
    Ja ja, wenn Facebook so toll ist, dass alle allen minütlich etwas erzählen wollen, ist es auch gut, dass Betrüger und Klauer ihr Bild in Facebook zu sehen bekommen. Ich find es toll, vielleicht nützen diese Facebook-Fahndungen" etwas, die Betrügerquote zu senken? Diese haben keinen Persönlichkeitschutz zu gute!!!
  • Marco  Weber 22.11.2016
    "Bevor die zweite Kundin fertig ist, gehen ihre beiden Komplizinnen. «Sie sagten, ihre Kollegin werde alles bezahlen." Wer so blauäugig ist.... naja......
  • Andreas  Jäggi aus Solothurn
    22.11.2016
    Super Idee. Hätte ich auch tun sollen, als ein Dreier Team mir ein 550 CHF-igen Artikel geklaut haben. Aber eben, später ist man immer etwas gescheiter.
  • Karin  Schwegler 21.11.2016
    Tolle Aktion nur wird er in der Schweiz nun angezeit wegen Verletzung des Persönlichkeitschutzes. So wird er wohl eine Busse dafür bekommen und noch Schadensersatz an die Betrüger zahlen dürfen.
    In der Schweiz werden Betrüger und Gangster geschützt. Und da wundert sich noch jemand wenn immer radikaler gewählt und abgestimmt wird.
    • Hatrick  Kufer 21.11.2016
      Das hat doch nichts mit Täterschutz zu tun. Sie finden die Aktion so lange toll, bis irgendjemand ihr Foto ins Internet stellt, wegen einer angeblichen Straftat, die Sie gar nicht begangen haben. Dann sind plötzlich Sie derjenige, der nach mehr Persönlichkeitsschutz schreit.
    • Dani  Rosso 22.11.2016
      @Kufer... ein guter Punkt der sicherlich nicht ausser acht gelassen werden darf... Es kann zu grossen Problemen führen. Sehr heikel... doch in diesem Fall ist es ja erwiesen das es sich nicht um einen angeblichen Betrug handelt.. Von dem her denke ich ok..
    • Patrick  Smart 22.11.2016
      Aber hallo Herr HK! Das hat mit Täterschutz zu tun, es wird ja kein Bild von Ihnen im Internet sein wenn Sie nicht geklaut haben. Die haben betrogen und sollen nun dafür büssen. Ihr "angeblich" ist ebenfalls Täterschutz, da es ja bewiesen ist. Ist das nicht richtig? Ja, leider gibt es bei uns fast aussschliesslich Täterschutz.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Herr Smart ich hoffe doch für Sie das Sie mal die Erfahrung machen aufgrund eines Fotos im Internet einer Tat verdächtigt zu werden mit der Sie eigentlich gar nichts zu tun hatten! Mal schauen wie Smart Sie dann noch sind!