Sie fürchtet um die Sicherheit des Flugbetriebs bei Payerne Armee schiesst gegen Windparks

Westschweizer Politiker sind sauer. Sie haben mehrere Windkraftprojekte vorangetrieben. Jetzt durchkreuzt die Armee ihre Pläne.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Dicke Post in Hochdorf LU Frau täuschte Raubüberfall nur vor
2 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
3 Wildwest beim «Saloon» in Wetzikon ZH Polizist springt auf Fluchtauto

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

Beim Ausbau der Windenergie hinkt die Schweiz im Vergleich zum Ausland hinterher: Insgesamt erst 37 Windturbinen liefern hierzulande Strom für 30000 Haushalte. Zum Vergleich: In Österreich produzieren über 1000 Windenergieanlagen Strom für 1,5 Millionen Haushalte.

Siedlungsdruck, Einsprachen von Anwohnern und Umweltverbänden verzögern den Bau von Windrädern. Jetzt rückt ein weiterer Gegner auf den Plan: die Armee. In einem achtseitigen Papier legte das VBS letzte Woche dar, warum mehrere geplante Windparks rund um den Militärflugplatz Payerne VD nicht gebaut werden können. Die grossen, über 100 Meter hohen Windräder, würden die sensiblen Radaranlagen stören und den Flugbetrieb generell gefährden. 

Politiker in der Westschweiz laufen Sturm gegen das Papier aus dem VBS. Denn die Regierungen der Kantone Waadt und Freiburg planen in der Region mehrere Windparks: Allein drei Standorte in der Waadt befinden sich in einem definitiven Ausschlussgebiet des VBS, sieben weitere in einem Gebiet mit Vorbehalt.

De Quattro auf Barrikade

Kein Wunder geht die Waadtländer Umweltdirektorin Jacqueline de Quattro (FDP, 56) auf die Barrikaden. 

Denn die Waadt erhielt erst vor einem Jahr im Rahmen eines Plangenehmigungsverfahrens grünes Licht für den Windpark Provence mit 17 Windturbinen – auch das VBS gab damals eine positive Vormeinung ab. Doch jetzt stellt die Studie des VBS die Pläne auf den Kopf. «Diese Situa­tion lässt die Gegner der Windräder jubeln – sie wird uns nicht helfen, aus der Atomenergie auszusteigen», sagte Regierungsrätin de Quattro letzte Woche.

Die Armee rudert nach der Kritik an der VBS-Studie zurück: Diese habe lediglich gezeigt, dass die geplanten Windkraftanlagen grössere Auswirkungen auf die Systeme der Armee hätten, als bisher angenommen. «Dies führt nicht automatisch dazu, dass das VBS nun gegen diese Projekte ist», sagt Karin Suini (36) vom VBS. «Sie werden im Einzelfall nochmals beurteilt.» 

Das Potenzial für Windenergie ist in der Westschweiz am Grössten. Allein im Kanton Waadt schlummern 25 bis 35 Prozent des gesamten Windkraftpotenzials der Schweiz.

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
teilen
teilen
0 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

20 Kommentare
  • Alexander  Romero aus Zürich
    18.12.2016
    Was wollt ihr jetzt? Grüne Energie oder das Spielzeug Armee? Nützlicher wäre mir grünen Strom als der Umweltsünder Armee.
    • Michael  Koch 18.12.2016
      wie wärs mit 50/50? die Arme ist ja sowieso nur zu Bürozeiten im Einsatz ;-)
  • Oliver  Schulthess , via Facebook 18.12.2016
    Die einzigen die an einem Windpark gewinnen, sind Levrat und Konsorten..... die Wirtschaft kaum.
  • Kurt  Stauffer aus George
    18.12.2016
    Die Schweizer sind gegen Alles wollen aber trotzdem Alles haben!!Windturbinen in der Lanschaft sind lediglich ein angewöhnen genau gleich wie die Hochstrommasten!Oder Überbauungen mit Hochhäusern.Die gleichen Leute sind gegen alternative Lösungen zur Stromerzeugung die auch gegen Atomkraftwerke sind!Aber wens zu wenig oder zu teureren Strom gibt sind sie auch wieder dagegen!!!
  • Eric  Vieira aus Frenkendorf
    18.12.2016
    Was viele Politiker nicht verstehen: Abschalten von Alt-AKWs falls sie nicht mehr sicher sind und den definitiven Austieg aus der Atomenergie (inkl. deren neuen technologischen Entwicklungen bezüglich Kosteneffizienz und Sicherheit) sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Man darf sich nicht unüberlegt Tore verschliessen.
  • Michael  Koch 18.12.2016
    Sind das diese Radaranlagen aus den 70ern, welche ja offensichtlich auch ohne Windräder nicht zuverlässig funktionieren?