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Daniel S.* (39) ist der schlimmste Kinderpornograf der Schweiz. Auf seinen PC daheim hatte er hunderttausend perverse Bilder geladen, sogar Pornos mit Babys. 21 Monate Knast fasste er kürzlich dafür (siehe Box rechts).
Und dieser Pädophile arbeitet in der gemeinsamen EDV-Abteilung von Zürcher Schauspielhaus und Opernhaus. Am PC.
Schauspielhaus-Intendant Matthias Hartmann fällt aus allen Wolken, als BLICK ihn informiert. Im November hat sein Stück «Blackbird» Premiere. Darin geht es um das Opfer eines Pädophilen. Ausgerechnet. Hartmann: «Da sieht man, wie sich das Schicksal über einem zusammenzieht.»
Der kaufmännische Direktor des Schauspielhauses handelt sofort: «Der Computer von Herrn S. wird gesperrt», sagt Marc Baumann. Und dessen Kollege vom Opernhaus ist empört: «Wenn ich etwas davon gewusst hätte, wäre es nicht zu diesem Einsatz gekommen», sagt Otto Grosskopf. «Wir haben schliesslich einen Ruf zu verlieren.»
Vermittelt wurde Daniel S. von den Sozialen Diensten Zürich im Rahmen eines Qualifikationsprogrammes zur beruflichen Integration. Auch dort war nichts über Daniel S. bekannt. «Informationen aus laufenden Strafuntersuchungen sind uns nicht zugänglich», betont Direktorin Rosann Waldvogel.
Die beiden Kulturhäuser reagierten jetzt sofort. Das «Gastspiel» von Daniel S. fand ein abruptes Ende. Am Montag musste er seine Sachen packen. Mittlerweile ist wenigstens klar: Daniel S. hat den PC der Kulturhäuser nicht für seine perversen Neigungen missbraucht.
*Name der Redaktion bekannt
Kinderpornograf Daniel S. arbeitete in der EDV-Abteilung des Schauspielhauses Zürich.- Keystone